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Neun unterschiedliche Betrachtungsweisen der Wirklichkeit

enneagrammUrsprung, Sinn und Zweck des Enneagramms kurz erklärt

Der Ursprung des Enneagramms ist unbekannt, die Herkunft wird in der Neuzeit jedoch dem Sufismus zugeschrieben. Hier ist davon die Rede, dass das Symbol uralt sei und die Entstehungsgeschichte im Dunklen des mittleren Ostens etwa um 2500 vor Christus! liegt, also ca. 4'500 Jahre alt ist. Im Westen erschien das Enneagramm zuerst um die Wende des zwanzigsten Jahrhunderts in der Lehre des armenischen Mystikers Georg Iwanowitsch Gurdjieff, der behauptete, es in der Sarmoun-Bruderschaft, einer mystischen Vereinigung Zentralasiens, studiert zu haben. Gurdjieff sagte einmal: "Alles Wissen kann im Enneagramm zusammengefasst und mit seiner Hilfe gedeutet werden. Und so kann man sagen, dass man nur das weiss, beziehungsweise das versteht, was man in das Enneagramm einfügen kann". Für mich ist offensichtlich, dass dahinter jahrelange, wenn nicht sogar jahrzehntelange Beobachtung des menschlichen Verhaltens und seines Charakters in grösseren Gruppen und ebenso lange, intensive Arbeit und Diskussionen stecken müssen, damit durch die gesammelten Ergebnisse ein solches Typensystem entstehen konnte. Ursprünglich war das Enneagramm als ein Instrument zur spirituellen Transformation gedacht (siehe weiter unten), welches Menschen helfen soll, ihre herausgefundene Ego-Realität und deren Maske abzulegen, also sich von ihren Fixierungen (Fallen/Sackgassen) und Leidenschaften (Wurzelsünden) hin zu ihren Tugenden und heiligen Ideen zu "entwickeln". Die Arbeit an diesem Prozess bringe mit sich, dass sich die Menschen (erneut) mit den spirituellen Tiefen ihrer Seelen (der essenziellen Natur) verbinden werden. Mit dem Enneagramm kann nebst der spirituellen Transformation zunächst auch das einfachere Ziel verfolgt werden, sich selbst (durch Selbstreflexion oder nahestehende Personen) und andere (durch Studium der Typenbeschreibungen) besser einschätzen und verstehen zu können. Es ist also ein gutes Hilfsmittel zur Selbsterkenntnis, woraus Mann/Frau im optimalen Fall Profit für sich ziehen kann.


Eigenschaften und Aspekte der einzelnen neun Enneagramm-Typen

Eigenschaften - Aspekte (Ansichten) in männlicher Form
Typ 1 - Perfektionist, Reformer, Kritiker Typ 2 - Geber, Helfer, Fürsorger Typ 3 - Macher, Erfolgs-orientierter, Dynamiker (Beweglich), Statusmensch Typ 4 - Romantiker, Individualist, Melancholiker Typ 5 - Denker, Beobachter, Sammler
Typ 6 - Loyaler, Skeptiker, Ängstlicher, Advokat des Teufels, Mitstreiter
Typ 7 - Glücklicher, Vielseitiger, Optimist, Lustiger, Genuss-mensch Typ 8 - Führer, Boss Kämpfer, Beschützer, Heraus-forderer Typ 9 - Vermittler, Friedliebend Friedens-stiefter, Bewahrer
Heilige Ideen Heilige Voll- kommenheit Heiliger Wille Heiliges Gesetz Heiliger Ursprung Heiliges Allwissen Heiliger Glaube Heiliger Plan Heilige Wahrheit Heilige Liebe
Tugenden Gelassenheit Demut Wahrhaftig- keit Gleichmut Nicht-Verhaftetsein Mut Nüchternheit (Besonnen- heit) Unschuld Handeln
Leidenschaft (Wurzelsünde) Zorn Stolz Lügen Neid Habsucht Angst Uner- sättlichkeit Wollust Sexualität
Fixierungen (feste Vorstellungen oder Täuschungen der Realität, die den Kern eines Enneatyps bilden)
Groll Schmeichelei Eitelkeit Melancholie Geiz Feigheit Planen Vergeltung Trägheit
Fallen (Ablenkungs-manöver)
Voll- kommenheit Freiheit Tüchtigkeit Echtheit Beobachter Sicherheit Idealismus Gerechtigkeit Suchender
Vermeidungen (Gefühls-zustände die vermieden werden wollen)
Zorn / fehlende Richtigkeit Bedürftigkeit Versagen Verzweiflung (Verlorenheit) / schlichte Traurigkeit Leere Abtrünnigkeit / Pflicht-verletzung Schmerz Schwäche Konflikt
Handlungen gegen das Selbst (Angriff gegen die eigene Seele)
sich selbst übernehmen sich selbst frustrieren sich selbst darstellen sich selbst kontrollieren sich selbst verstecken sich selbst behindern sich selbst symbolisieren sich selbst bestrafen sich selbst vergessen
Lügen (charakter-istische Haltungen und Ausrichtungen, um sich selbst und andere über die Wirklichkeit zu täuschen)
vorgefasste Meinung / falsche Bejahung falsche Bewertung Selbstbetrug Simulation
Verstellung Idealisierung falsche Vorstellung Vorurteil / falsche Verneinung
Rücksichts- nahme / mechanische Anpassung (ohne pers. Meinung oder Wünsche im Staat funktionieren und sich den kollektiven Belangen unterordnen)
Selbst-erhaltungs Untertyp Besorgtheit Ich zuerst Sicherheit Furcht-losigkeit Zuflucht Wärme Familie Befriedigung Appetit
Sozialer Untertyp mangelnde Anpassungs-fähigkeit Ehrgeiz Ansehen Scham Totems Pflicht Opfer Freundschaft Teilnahme
Sexueller Untertyp Hitze, Eifersucht Agression, Verführung Betonung der eigenen Geschlechts-eigenschaften Konkurrenz, Hass Zuversicht Stärke, Schönheit Beeinfluss-barkeit Besitz, Preisgabe Einheit
Selbstbild Ich habe recht Ich helfe Ich habe Erfolg Ich bin anders / einzigartig
Ich blicke durch Ich tue meine Pflicht Ich bin glücklich Ich bin stark Ich bin zufrieden
Vermeidung (Vermeidungen) Ärger Bedürftigkeit Versagen Gewöhnlich- keit Leere Fehlverhalten Schmerz Schwachheit Konflikt
Abwehr-mechanismus Reaktions-kontrolle Unter-drückung Identifikation künstlerische Sublimierung Rückzug, Segment-ierung Projektion Ratio-nalisierung Leugnung Betäubung
Wurzelsünde (im Buch = Leidenschaft)
Zorn Stolz Lüge, Betrug Neid Habsucht Furcht (Angst) Unmässigkeit (Völlerei) Scham-losigkeit (Unkeuschheit) Faulheit
Falle (Sackgasse) (Selbst-verstrickungen) (im Buch = Fixierungen?) Empfindlich- keit Schmeichelei (Gefälligkeit) Eitelkeit (Äusserlich- keit) Schwermut (Melancholie) Geiz Feigheit, Waghalsigkeit Planung Vergeltung Trägheit (Bequem-lichkeit)
Versuchung (im Buch = Fallen - Ablenkungs-manöver) Voll- kommenheit Helfen Tüchtigkeit, Effizienz Echtheit, Authentizität Wissen Sicherheit Idealismus Gerechtigkeit Sich Herab-setzen
Einladung (Berufung) Wachstum Freiheit, Gnade Hoffnung, Wille Gottes
Ur- sprünglich- keit, Vereinigung mit Gott
Weisheit Glaube, Vertrauen Realismus, mit Gott mitwirken
Erbarmen, Wahrheit Liebe
Geistesfrucht (im Buch = Tugenden)
heitere Gelassenheit (Geduld) Demut Wahrhaftig- keit (Ehrlichkeit) Ausgeglichen- heit (Balance) Objektivität Mut Nüchternheit (nüchterne Freude) Unschuld Tat
Idealisierung (Ich bin gut, wenn ich...bin) ehrlich, fleissig, ordentlich liebevoll, selbstlos, hilfsbereit erfolgreich, kompetent, effektiv originell, sensibel, kultiviert weise, klug, rezeptiv treu, loyal, gehorsam optimistisch, fröhlich, nett gerecht, stark, überlegen gelassen, harmonisch, aus- geglichen
Redestil beleherend, moralisierend schmeichelnd, beratend werbend, begeisternd lyrisch, lamentierend erklärend, systemati-sierend warnend, begrenzend schwatzhaft, Geschichten erzählend heraus- fordernd, demaskierend monton, ab- schweifend
Symboltiere (Unterschiede bei den Internet-quellen)
Terrier, Ameise, Biene Esel, Katze, Hundebaby Chamäleon, Pfau, Adler Basset, Taube, Auster, schwarzes Pferd Hamster, Fuchs, Eule Hase, Reh, Maus, Ratte, Wolf, Schäferhund Affe, Otter, Schmetterling Stier, Nashorn, Tiger, Klapper-schlange Faultier, Elefant, Delphin
Eigenschaften des erlösten Typen Pädagogik, Toleranz, Geduld Fürsorge, Barm- herzigkeit, Solidarität Ehrgeiz, Tatkraft, Vision Kreativität, Sensibilität, Nachtürlich- keit Distanz, Nüchternheit, Weisheit Treue, Gehorsam, Vertrauen Festlichkeit, Lebensfreude, Schmerz Konfrontation, Klarheit, Vollmacht Gelassenheit, Friedfertig- keit, Liebe
Aufmerk-samkeits-schwerpunkt Was ist in der Situation falsch? Anerkennung für das Selbst Anerkennung für Beruf Das Beste im Abwesenden
Das Schlechteste im Vorhandenen
Was will man von mir Verborgene Absichten Erfreuliche Alternativen Kontrolle Die Einstellung anderer
Beziehungs-energie gegen einander,
streiten, kämpfen, sich behaupten
(um- gewandelt)
aufeinander zu, miteinander, verstehen,
einfühlen, nahsein
(über-entwickelt)
aufeinander zu, miteinander, verstehen, einfühlen, nahsein
(verdrängt)
aufeinander zu, miteinander,
verstehen,
einfühlen,
nahsein
(um- gewandelt)
voneinander weg,
distanzieren,
für sich sein
(über-entwickelt)
voneinander weg,
distanzieren,
für sich sein
(verdrängt)
voneinander weg,
distanzieren,
für sich sein
(um- gewandelt)
gegen einander,
streiten,
kämpfen,
sich behaupten
(über-entwickelt)
gegen einander,
streiten,
kämpfen,
sich behaupten
(verdrängt)
Biblische Gestalten Paulus Maria Magdalena
Martha
Johannes
Jakob
Judas
Joseph
Jesaja
Hosea
Jeremia
Maria
Thomas
phobisch: Timotheus
kontra-phobisch: Petrus
König Salomo
Reicher Jüngling
Miriam
Simson
Saul
David
Jona
Farbe Silber Rot Gelb Hellviolett Blau Beigebraun Grün Schwarz - Weiss Gold
Grundängste vor Verurteilung davor, ungeliebt zu sein vor Ablehnung vor der eigenen Unzulänglich- keit davor, überwältigt zu werden vor dem Preisgegeben-werden vor Deprivation davor, verletzt zu werden vor Trennung
Grundenergie
Bauch (um- gewandelt) Herz (über-entwickelt) Herz (verdrängt) Herz (um- gewandelt) Kopf (über-entwickelt) Kopf (verdrängt) Kopf
(um- gewandelt)
Bauch
(über-entwickelt)
Bauch
(verdrängt)
Unerlöste Haltung recht-haberisch, pharisäer- haft,
zersetzend
manipulativ,
beherrschend,
symbiotisch
opportunis-tisch,
betrügerisch,
karriere-süchtig
wehleidig,
dekadent,
todesverliebt
isoliert,
nihilistisch,
exzentrisch
abhängig,
aggressiv,
feige
exzessiv,
dilettantisch,
rechthaberisch
tyrannisch,
macht-besessen,
gewalttätig, gefährlich
fatalistisch,
des- orientiert,
stur
Erlöste Haltung kritisch wach,
gelassen,
ethisch hochstehend
fürsorglich,
freundlich,
originell
kompetent,
wahrhaftig,
zuverlässig
kreativ,
natürlich,
diszipliniert
erfinderisch,
weise,
tatkräftig
treu,
mutig,
vertrauensvoll
fröhlich,
vielseitig,
nüchtern
grosszügig,
führungsstark,
beschützend
annehmend,
friedfertig,
zielorientiert
Normale Haltung perfektionis- tisch,
zaudernd,
skrupulös
mütterlich,
gebend,
aktiv
pragmatisch,
status-bewusst,
rollen-orientiert
ästhetisch,
romantisch,
stilvoll
analytisch,
distanziert,
abstrakt
pflicht-bewusst,
vorsichtig,
(anti-) autoritär
überaktiv,
geniesserisch,
oberflächlich
kontrollierend,
konkurrierend,
direkt
angepasst,
pflegeleicht,
unent-schlossen
Ich Typ Ich bin kleiner
als die Welt
(aggressiv)
Ich bin grösser
als die Welt
(abhängig)
Ich muss mich
der Welt anpassen
(aggressiv)
Ich bin kleiner
als die Welt
(unterdrückt)
Ich bin grösser
als die Welt
(unterdrückt)
Ich muss mich
der Welt anpassen
(abhängig)
Ich bin kleiner
als die Welt
(abhängig)
Ich bin grösser
als die Welt
(aggressiv)
Ich muss mich
der Welt anpassen
(unter-drückt)
Intiutiver Stil (Intuition)
Empfindet die Situation
vor dem Hintergrund:
Wie perferkt könnte sie sein
Verändert sich,
um den Bedürfnissen
anderer zu entsprechen
Chamäleon:
die Person verwandelt sich, um Aufgaben zu
unterstützen
Trifft die
Stimmungen anderer
Koppelt die
Aufmerksam- keit ab,
um zu beobachten
Benutzt die Phantasie
als Werkzeug,
um zu sehen,
was verborgen ist
Weiss, wie
Assoziationen
zusammen passen
Erspürt den
Grad der Macht
Verschmilzt
(vermischt sich)
Mit linkem Flügel unerlöst intolerant (linker Flügel = 9) verurteilend heimtückisch manisch hoffnungslos arrogant bestätigungs-
süchtig
explosiv rachsüchtig
Mit linkem Flügel erlöst gerecht ermutigend sensitiv gewinnend inspiriert sach- verständig fröhlich grossherzig sanft und stark
Mit linkem Flügel normal unpersönlich ehrgeizig attraktiv erfolgs-süchtig empfindlich gesetzlich defensiv geschäfts-tüchtig sinnlich
Mit rechtem Flügel unerlöst heuchlerisch (rechter Flügel = 2) berechnend grossspurig abgeschottet misstrauisch panisch habgierig kaltblütig willkürlich
Mit rechtem Flügel erlöst barmherzig freundlich intuitiv schöpferisch fleissig warmherzig führungsstark gütig rein
Mit rechtem Flügel normal kontrollierend angepasst anspruchsvoll rätselhaft blockiert mürrisch weltläufig sanft dominierend selbst-zufrieden
Persönlichkeits-störungen / DMS zwanghaft besessen,
zwanghaft dominiert
theatralisch, abhängig arbeitssüchtig, Alpha-Persönlichkeit depressiv, bipolare Störungen schizoid, vermeidend paranoid narzisstisch soziopathisch passiv-aggresiv, zwanghaft besessen,
besessen dominiert
Selbstgefühl Ich bin vernünftig Ich bin liebevoll Ich bin begehrens- wert Ich bin sensibel Ich bin klug Ich bin liebenswert Ich bin glücklich Ich bin stark Ich bin friedliebend
Relaxpunkte / Stresspunkte Relax: 7
Stress: 4
Relax: 4
Stress: 8
Relax: 6
Stress: 9
Relax: 1
Stress: 2
Relax: 8
Stress: 7
Relax: 9
Stress: 3
Relax: 5
Stress: 1
Relax: 2
Stress: 5
Relax: 3
Stress: 6
sexueller Untertyp Eifersucht Verführung
Angriff
Männlichkeit
Weiblichkeit
Konkurrenz- Kampf Zuversicht Stärke, Schönheit
Reiz- empfänglich- keit Besitzstreben,
Hingabe
Vereinigung
sozialer Untertyp Un- angepasstheit Ehrgeiz Prestige Scham Totems Pflicht
Opfer-bereitschaft Freund-schaften Partizipation
selbst-erhaltender Untertyp Ängstlichkeit Privileg Sicherheit Abwehr Wärme Zuflucht Verteidigung befriedigendes Überleben Appetit
Verhältnis zu Eltern Negative Einstellung
zum Vater
Ambivalenz gegenüber
dem Vater
Positive Einstellung
zur Mutter
Negative Einstellung
zu beiden Eltern
Ambivalenz gegenüber
beiden Eltern
Positive Einstellung
zum Vater
Negative Einstellung
zur Mutter
Ambivalenz gegenüber
der Mutter
Positive Einstellung zu
beiden Eltern
Zentren (Intelligenz-zentrum) (Perspektive) Bauchenergie
(um- funktioniert)
sexuell
feindselig
Herzenergie
(über-entwickelt)
sozial
zugewandt
Herzenergie
(blockiert)
sozial
zugewandt
Herzenergie
(um- funktioniert)
sozial
zugewandt
Kopfenergie
(über-entwickelt)
selbst-erhaltend
zurück-gezogen
Kopfenergie
(blockiert)
selbst-erhaltend
zurück-gezogen
Kopfenergie
(um- funktioniert)
selbst-erhaltend
zurück-gezogen
Bauchenergie
(über-entwickelt)
sexuell
feindselig
Bauch-energie
(blockiert)
sexuell
feindselig
Zentrale Fixierung
Der Herrscher Die Göttin Der Magier Der Künstler Der mystische Philosoph Der Held Das magische Kind Der Krieger Der Heilige
typische / mögliche Berufe? Medien-Film-Kritiker, Priester, Missionar, Program-mierer, Pädagoge, Buchhalter, Präzisions-Sportler
Sozial-arbeiter, Kranken-schwester, Seelsorger, Arzt, Altenpfleger, Heilpraktiker, NGO-Mitarb.
Manager, Unternehmer, Schauspieler, Büro-Arbeit, handwerkliche Berufe, Verkäufer, Kellner, Banker, Gärtner, Landwirt
künstlerische Tätigkeiten (siehe weiter unten), Informations-vermittler (Journalist, Autor, Moderator, Lehrer), Animateur
Natur-Wissen-schaftler, Astronom, Erfinder, Philosoph, Techniker, Archäologe, Forscher, Biologe, Detektiv, Psychologe
Anwalt, Polizist, etwas im Büro, Berater, Politiker, Historiker, Sicherheits-Berufe,
Kabarettist, Komiker, Degustatör, Weinbauer, Bierbrauer, Projektleiter, Autor, Sprecher, PR, Verkauf, Führungskraft, Abenteurer
Führungskraft, Richter, Polizist, Küchenchef, Kampfsportler, Präsident, Herrscher (Diktator), Talkmaster, Raumfahrer
Mediator, Diplomat, Politiker, Dolmetscher, Umwelt-schützer, Personal-vermittler, Ethnologe, Soziologe

Das Material für die Tabelle wurde aus dem Buch von Sandra Maitri "Neun Porträts der Seele" (fette Titel) und aus folgenden Internetquellen zusammengetragen: [1 - Titel in Schrägschrift],  [2 - Titel in Schrägschrift und unterstrichen], [3 - Berufe - Titel in Normalschrift, hier habe nur ich selbst nachgedacht und einige mögliche, typische Berufe eingefügt (welche ich laufend korrigieren und erweitern werde), dabei hab ich noch ein wenig in diesem Forum gelesen - für mich als Typ 4 habe ich diese Aspekte zusammen mit derer meiner Flügel und dem Wissen aus der Astrologie (damit ist es einfacher mögliche Berufe herauszufinden?) kombiniert und so kam eine ganze Palette von möglichen Berufen für meinen Typ heraus - oft ist es wohl der Berufswunsch aus der Kindheit/Jugendzeit (in meinem Fall Lehrer), der einem auf den richtigen Pfad bringen kann. Ich denke, oder besser gesagt hoffe, dass einige Berufe noch gar nicht erfunden sind, so wie es bis vor einigen Jahrzehnten noch keine Informatiker gab]. Es ist unter anderem zu sehen, dass es bei einigen Aspekten Unterschiede zwischen dem Buch von Sandra Maitri und den Internetquellen gibt (Vergleiche z.B. "Fallen" im Buch zu "Versuchung" aus der ersten Internetquelle). Ja, die Tabelle muss so eng sein, weil ich möchte, dass man auch mit einer Auflösung von 1024 Pixelbreite alles erkennen kann. Sorry, ich habe den Typ 8 und 9 aus meinem Empfinden noch leicht abgeändert.


Unterschiedliche Meinungen, ob man nur ein Typ sein kann und ob sich dieser Typ ändern kann

Sandra Maitri schreibt in ihrem Buch "Neun Porträts der Seele*: Wenn wir völlig erleuchtet wären, gänzlich frei von der Verdunkelung der Konditionierung (damit meint sie wohl frei von "negativen" äusseren Einflüssen), wäre unsere Empfindsamkeit für die Realität/Wirklichkeit immer noch von der heiligen Idee unseres Enneagrammpunktes geprägt und wir würden den erleuchteten affektiven Zustand des Punktes - seine Tugend - stärker erfahren und manifestieren als die Tugend irgendeines anderen Punktes. Ob wir nun erwacht sind oder schlafen - unser Typus bleibe immer der gleiche...und weiter...obwohl wir alle von Geburt an für eine bestimmte Heilige Idee sensibilisiert und mit einem bestimmten Enneatyp in Resonanz sind, tragen wir alle neun Typen in uns.

Eine etwas anders interpretierbare Meinung fand ich in einem Enneagramm-Test-Büchlein von Markus Becker, welches ich mir gekauft habe. Dort steht: "Keiner von uns ist nur ein Typ. Wir haben alle Anteile von jedem in uns auch wenn es Menschen gibt, deren Verhaltensweisen und Einstellungen fast ganz mit einem vom Enneagramm beschriebenen Typ übereinstimmen. Entscheidend sei, dass man das für sich Typische entdecke, seine Stärken und Schwächen sehen lerne und dadurch besser mit sich und der Welt umgehen könne". Wirklich gegenteilig auffassbar ist eigentlich nur der erste Satz, dass niemand nur ein Typ sei, auch wenn er es dann im weiteren Textverlauf relativiert, aber nicht konkret sagt, man sei eben genau ein Typ wie im Sinne von Sandra Maitri und wie ich auch denke, dass es der Wahrheit entspricht. Hier in diesem Forum z.B. gib es ältere Beiträge von Menschen, die ernsthaft der Meinung sind, sie seien mehrere Typen gleichzeitig.

Diese Meinung, man könne mehr als ein Typ sein, kommt evtl. bei Menschen mit einer solchen Meinung auch wegen Jesus, weil in einem Buch von Richard Rohr z.B. steht, Jesus sei eine Zwei gewesen, habe aber alle Typen "verkörpert". Eigentlich haben wir ja vor allem die Typen unserer Flügel noch "in uns", von daher könnte man schon sagen, wir sind nicht nur ein Typ, sondern haben eben auch viele Anteile von unseren beiden Flügeln in uns. Wie ich persönlich mich dann aber als Vier oft mit mit einer Sieben verwechseln kann, ist mir auch nicht wirklich klar. Es könnte sein, dass die Stresspunkte falsch sind und bei meinem Typ Vier die Sieben der Stresspunkt ist (siehe unten). Ich denke auch nicht, dass sich der Typ oder ein Charakter grundsätzlich ändern kann, jedoch kann der Charakter umgeformt werden (halt so wie es in der Tabelle ersichtlich ist, also z.B. von den Fixierungen hin zu den Tugenden) wenn man an sich arbeitet. Oder der eigene Typ könnte sich evtl. ändern, wenn man seinen wahren Typ erkannt hat.

Ich machte mir dazu persönlich noch Gedanken und fragte mich folgendes: Da jedes Individuum die Welt und die Wirklichkeit aus seinem Blickwinkel betrachtet und evtl. beurteilt, müsste ja auch jedes Individuum recht haben und somit "müssen" einfach gesagt alle immer recht haben - oder könnte es auch sein, dass es eine Wahrheit gibt und alle Individuen sehen die Welt aus ihrem Blickwinkel und dass darum auch einige subjektive Aussagen, z.B. über das Weltbild, falsch sein können, aber es für sie trotzdem der Wirklichkeit entspricht? Mir persönlich "gefällt" die zweite These besser und entspricht für mich eher der Realität. Die Behauptung, die erste wäre korrekt, habe ich jedoch schon in Büchern und auch anderswo gelesen oder gehört. Vielleicht ist der Grund dafür, dass ich zu diesem Schluss komme die zweite These sei korrekt, dieser ist, dass zwar alle das gleiche meinen und ihre Ansichten richtig sind, diese aber nur aus ihrem "beschränkten" Blickwinkel betrachtet werden können, um einmal bei der Wirklichkeit zu bleiben. Die Wahrheit und die Wirklichkeit sind ja auch nicht dasselbe. Wenn es darum geht die beste Lösung für ein Problem zu finden, sollte man daher nicht sämtliche neun Typen berücksichtigen und sich nicht auf einen (möglicherweise Experten) Typ verlassen?

Also meine Meinung ist, Mann/Frau ist genau ein Typ im Enneagramm und dieser ändert sich nicht, auch wenn man Teile von allen neun Typen in sich tragen kann.


Was sind Stress- und Entspannungspunkte?

eneamovimientosEnneagramm2Siehe dazu nebenstehendes Bild des Pfeilsystems, wo die Stresspunkte (auch Druck oder Desintegration) und Relaxpunkte (auch Entspannungspunkte, Sicherheitspunkte, Trostpunkte oder Integration) ersichtlich sind. Im Falle von Typ 1 geht sein Stresspunkt zum Typ 4 und der Relaxpunkt ist beim Typ 7. Doch was heisst das eigentlich genau? Es geht darum, dass man unter Stress oder Druck Eigenschaften und Verhaltensweisen des jeweiligen Stresspunktes annimmt. Umgekehrt, wenn jemand entspannt ist, nimmt er Eigenschaften und Verhaltensweisen von seinem Entspannungspunkt an. Siehe dazu hier (man geht also nicht physisch zu diesem Typ, wie man es auch interpretieren könnte). Es gibt noch eine andere Art, wie die Pfeile, bzw. die Punkte mit Integration (Wachstum) und Desintegration (Stress) erklärt werden können. Hier werden sie so erklärt, dass ein Typ unter Stress in eine "ungesunde" Richtung geht, bzw. noch genauer sich wie ein ungesunder Typ seines Stresspunktes verhält, was für mich heisst, er übernimmt schlechte Eigenschaften des Stresspunktyps und nicht wie im ersten Beispiel die positiven Eigenschaften und Verhaltensweisen, um besser mit dem Stress oder Druck umgehen zu können, was mir persönlich besser "gefällt" und deshalb denke ich, es trifft eher zu. Es könnte jedoch auch sein, dass beide Theorien stimmen und man je nach Stimmung unter Stress auch negative oder mit den Worten der Webseite ungesunde Aspekte seines Stresspunktes übernimmt.

Sandra Maitri beschreibt die Pfeile in ihrem Buch nicht, bzw. in ihrem Kapitel "Der innere Fluss und das innere Kind" ganz anders - nämlich, dass das Enneagramm wie ein innerer Fluss sei, welches aus einem innerem Dreieck besteht, das drei Punkte (9, 6 und 3) verbindet und einer äusseren Form, welche die sechs weiteren Punkte miteinander verbindet. Eigentlich baue alles auf Punkt/Typ Neun auf - dies weiter zu erklären, ginge hier zu weit, aber hier gibt es noch ein Teil-Interview mit Sandra Maitri. Die Vorwärtsbewegung, also hin zum Stresspunkt könne korrekter als ein Schritt der Persönlichkeit auf dem Weg des geringsten Widerstandes gesehen werden. Er entspreche einer Defensivhaltung, welche einem weiter von seinen inneren Tiefen weg bringe und die Position des Ego festige. Wie ich es in Erinnerung habe beschreibt Richard Rohr das Pfeilsystem in seinem Buch "Enneagramm - die neun Gesichter der Seele" und zwar genau gleich wie eine der beiden Internetseiten oben.

Was mir aufgefallen ist, bzw. was ich mir schon längst beim betrachten des Pfeilsystems gedacht habe, wird und auch im Buch von Sandra Maitri, angedeutet, nämlich, dass die Pfeile falsch sein könnten. Im Buch von Sandra Maitri steht, dass das Enneagramm möglicherweise bereits im Altertum eine Rolle gespielt hat, da die Titelseite eines von Jesuiten im Jahre 1665 verfassten Textes ein solches Bild mit neun Ecken zeigt, wie es auf der rechten Seite abgebildet ist. Es setzte sich aus drei gleichschenkligen Dreiecken zusammen und entspricht somit nicht dem Bild (links) des Enneagramms, wie es heute überall verwendet wird. Ich dachte mir schon mehrmals, dass Enneagramm müsste eigentlich eine Sternform sein, also ein Neunstern (so wie das Bild rechts). Dann wären es drei Dreiecke und nicht mehr nur eines (wie sie im Bild links auch farblich zu erkennen sind). Die Stress-Pfeile gingen dann von der Vier zur Sieben und von der Fünf zur Zwei. Ansonsten würde sich nichts ändern. Die im Buch von Sandra Maitri beschriebenen Thesen, welche zum einten besagen, dass das innere Dreieck (im Pfeilsystem des handelsüblichen Enneagramm gibt es ja nur ein Dreieck) als eine Art "Basis mit drei Eckpunkten" gesehen werden kann, zu welchen jeweils zwei der angrenzenden Typen angehören (also zu den trägen Selbstvergessenen (8,9,1), zu den Image-Typen (2,3,4) oder zu den Ängstlichen (5,6,7) und zum anderem dem Typ Neun als Ausgangspunkt oder Angriffspunkt, wo der Kontakt zur Essenz verloren ging und von wo aus der innere Fluss eine Art Logik der Seele (9-6-3- und jeder weitere Punkt stelle den Versuch der Seele dar, das Dilemma der Seele aufzulösen, die sich ihren Tiefen entfremdet hat, und dass sich sich das Rätsel, welches ein jeder Punkt zu klären versucht, ganz natürlich aus der Lösung ergibt, die der vorherige Typ gefunden hat. Da das jeweilige Dilemma nicht auf der Persönlichkeitsebene gelöst werden könne, sei die Lösung, die ein Jeder Enneatyp findet letztendlich unbefriedigend und die Suche nach einer Auflösung gehe weiter und bewege sich in einer Art Teufelskreis um das Enneagramm der Persönlichkeit) folgt, könnten noch immer so interpretiert werden, auch wenn die Pfeile zu den neun Punkten in einem Neunstern angeordnet wären. Rein symbolisch betrachtet erscheint es mir logischer, dass es ein Neunstern sein müsste und von der Theorie des inneren Flusses bin ich persönlich nicht restlos überzeugt. Ich könnte bei Gelegenheit noch mein Pendel dazu befragen, welche Theorien korrekt sind. Siehe auch noch folgenden interessanten Artikel über Transaktionsanalyse - Integration und Desintegration, Mut und Mutlosigkeit, Sicherheit und Stress.


Ist das Enneagramm für die Partnersuche geeignet?

Einige behaupten man könne aus dem Enneagramm auch Informationen über passende Partner für Beziehungen heraus lesen. Ich kann mir z.T. auch vorstellen, wie dies funktionieren könnte, es geht meiner Meinung nach jedoch einfacher mit der Astrologie (ausser man hat nicht alle Angaben), den Tarotkarten und möglicherweise noch mit einem Pendel als esoterischem Hilfsmittel. Mit Handlesen hingegen wohl gar nicht. Die Pfeile bedeuten ja, wenn man sie physisch interpretieren will, z.B. dass Typ 1, wenn er sich "entspannen" will automatisch zu einem Typ 4 gehen würde, aber der Typ 4 würde zu einem Typ (2)/7 gehen. Also hätten Typ 4 und Typ 1 andere Bezugspartner, die am besten zu ihnen passen würden um sich zu "entspannen". Zudem ist der Relaxpunkt eines Typs auch immer der Stresspunkt für seinen Relaxpunkt. Ich denke die Stress- und Relaxpfeile sind nicht wirklich geeignet um eine Hilfe zu leisten, denn passenden Partner zu finden. Es gäbe aber natürlich die Möglichkeit, wenn ich mir die Tabelle weiter oben anschaue, dass es wohl einige Punkte (Aussagen über den Charakter und Ansichten) gibt, womit man Theorien aufstellen könnte, welche Charaktereigenschaften, Verhaltensweisen, etc. gut zusammen passen, also eigentlich ähnlich wie in der Astrologie. Dazu müsste man aber (aus Erfahrung) wissen, welche Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen gut zusammen passen. Ein ähnliches Problem hat die Astrologie ja eigentlich auch, obwohl es dort noch andere Möglichkeiten gibt, sei es nur schon mit den Elementen (Luft, Wasser, Feuer, Erde), womit die Auswahl von 11 bereits auf zwei mögliche und ausgezeichnet zueinander passenden Menschen reduziert werden kann. Persönlich kann ich mir noch vorstellen, dass auch die Intelligenzzentren eine Rolle spielen könnten, wer gut zueinander passt, also dass Herz-, Bauch- und Kopftypen untereinander besser harmonieren könnten, so würde die Auswahl für sehr gut zusammen passende ebenfalls auf zwei reduziert, falls diese Theorie stimmen würde.

Richard Rohr schreibt in seinem Buch "Enneagramm die Neun Gesichter der Seele" (mit meinen Worten), das Enneagramm sei nicht wirklich geeignet für das Spiel "wer passt gut zu wem" und geht dann auch noch auf das Pfeilsystem in diesem Zusammenhang ein und kommt zum gleichen Ergebnis, wie ich, dass der Relaxpunkt für den einen der Stresspunkt für den anderen sei und dass dies zwar bereichernd sein könne, aber auf Dauer automatisch zu Unstimmigkeiten führen werde. Dann meint er auch noch, dass die Flügeltypen, bzw. die benachbarten Typen gut zum persönlichen Enneagrammpunkt passen könnten und dass zwei vom gleichen Typ eher nicht zusammenpassen. Weiter noch, dass sich Gegensätze zwar anziehen würden (wie ich persönlich auch schon die Erfahrung gemacht habe), aber dies möglicherweise auch nicht (wie bei den Pfeilen) auf Dauer gut gehen müsse. Daraus lässt sich für mich lediglich schliessen, dass eben für eine längere, harmonische Beziehung eher Typen zusammenpassen, die sich ähnlich sind. Welche Typen dies sein könnten, scheint mir jedoch mittels des Enneagramms relativ schwierig zu eruieren und Richard Rohr geht in seinem Buch auch nicht mehr weiter darauf ein. Diese Seite, um eine andere Sichtweise zu nennen, behauptet hingegen das Enneagramm sei ein vorzügliches Instrument, um Partnerprofile zu erstellen, geht aber nicht genauer darauf ein, wie diese erstellt werden können oder welche Seelentypen gut zu einander passen, ausser dass sich Typen mit gegensätzlichen Charaktereigenschaften eher nicht so gut vertragen. Es gibt auch Bücher speziell zu diesem Thema.

Siehe auch: "Astrologie als Hilfsmittel zur Suche des passenden Partners - Beziehungs-Astrologie".


Was sind Untertypen und welche Bedeutung haben sie für die einzelnen Seelentypen

Sandra Maitri schreibt zu den Untertypen folgendes: In Claudio Naranjo's Theorie gibt es drei Triebe von denen jeweils einer "am deutlichsten" ausgeprägt, also am leidenschaftlichsten ist. Dies sind der soziale Trieb, der sexuelle Trieb und der Selbsterhaltungstrieb. In dem von unserem stärksten Trieb bestimmten Lebensbereich kommen die zu unserem Enneatyp gehörenden Leidenschaften (Wurzelsünden) am deutlichsten zu tragen. Ein ausgeprägter Selbsterhaltungstrieb bringt ein verstärktes Sicherheits- und Überlebensinteresse mit sich, während ein ausgeprägter Sozialtrieb dazu führt, dass der soziale Status, Freundschaften und Besitztümer im Mittelpunkt stehen. Der ausgeprägte Sexualtrieb richtet unser Hauptinteresse auf intime Beziehungen. Jeder Enneatyp besitzt diese drei Untertypen, wobei einer am ausgeprägtesten ist und einem Enneatyp dadurch seinen spezifischen Stil gibt und ihn somit von anderen Typen seines Typs unterscheidet. Es gibt also drei Variationen oder Formen eines jeden Typs. Siehe auch die Schlagworte zu den Untertypen in der obigen Tabelle. Nach der Meinung von Sandra Maitri gibt es unverfälschte und verfälschte Triebe. Unverfälschte Triebe deuten darauf hin, dass wir in diesen Lebensbereichen umso objektiver funktionieren, je mehr wir unsere Identifikation mit der Gesamtpersönlichkeit aufgelöst haben. Der Zweite Teil des Satzes bezieht sich auf das durch Sandra Maitris Buch definiertes Ziel, welches mit dem Enneagramm erreicht werden kann - der spirituellen Transformation und der Auflösung des Ich's (siehe ganz am Schluss). Weiter schreibt sie zu den unverfälschten Trieben noch; dann agieren wir in direktem Kontakt mit der augenblicklichen Realität, anstatt auf die Vergangenheit zu reagieren.

In den Theorien zum Enneagramm von Oscar Ichazo und Claudio Naranjo wird - wie bereits erwähnt - erklärt, dass bei jedem von uns ein Trieb mehr im Vordergrund steht als die anderen und das dieser unseren so genanten Untertyp ausmacht. Der Selbsterhaltungstrieb diene aber im erweiterten Sinne auch noch der Befriedigung emotionaler und intellektueller Bedürfnisse. Der sexuelle oder gleichbestimmte Trieb könnte auch mit dem Bedürfnis zu tun haben synton oder im Einklang mit anderen zu sein. Wie auch unser Enneagrammtyp verändere sich auch unser Untertyp nie. Der von unserem Untertyp umrissene Lebensbereich stehe für jeden von uns im Mittelpunkt und wir seien hauptsächlich darauf ausgerichtet, ihn zu befriedigen. Man könne sagen, dass wir für diesen Bereich ebenso sensibilisiert sind wie für unsere heilige Idee, weil wir uns in Bezug auf ihn verletzlich fühlen und deshalb einen Grossteil unserer Energie in ihn investieren. Im Buch von Sandra Maitri ist dann noch die Rede davon, dass die Beschreibung der beiden nicht dominanten Triebe untereinander ausgetauscht werden. Sie gibt ihn ihren Buch folgendes Beispiel. Wenn man z.B. eine soziale, durch Pflichterfüllung definierte Sechs sei (Die Definition beim sozialen Untertyp der Sechs ist "Pflicht"), würden die dem Selbsterhaltungstrieb zugeordneten Bezeichnungen (Stärke bei Männern - Schönheit bei Frauen) und diejenigen des Beziehungsbereichs durch Wärme charakterisiert. Angenommen, man wäre eine männliche Sechs mit dominantem sozialem Untertyp, dann würde diese männliche Sechs in allen Situationen die den Selbsterhaltungstrieb betreffen, mit Machismo und allen Beziehungssituationen mit Wärme und Freundlichkeit begegnen. Also einfach nicht so, wie er sich normalerweise mit einem dominanten Selbsterhaltungs- oder sexuellem Trieb-Untertyp verhalten würde.

Es werden zum Teil unterschiedliche Begriffe bei diesen drei Untertypen im Buch und auf der Webseite verwendet - vergleiche obige Tabelle. So steht im Buch von Sandra Maitri z.B. dass der Selbsterhaltungstrieb-Untertyp des Typs 1 "Besorgnis" sei und auf der Webseite steht "Ängstlich". Dies würde ja noch gehen, weil diese beiden Wörter eigentlich inhaltlich ähnliches aussagen und "Besorgnis" trifft es in diesem Fall wohl auch besser. Ich liste also noch kurz die restlichen Unterschiede auf. Zuerst die weiteren Unterschiede beim Selbsterhaltungstrieb. Der nächste Unterschied ist beim Typ 2, wo in der Tabelle "Privileg" steht und im Buch "Ich-Zuerst". Beim Typ 4 steht beim Begriff, den ich auf einer Webseite gefunden habe "Abwehr" und im Buch "Unerschrockenheit". Beim Typ 5 und 6 sind die Bezeichnungen vertauscht also im Buch steht bei der 5 "Zuflucht" und bei der 6 "Wärme" was auf der Webseite genau umgekehrt ist. Beim Typ 7 steht beim Begriff in der Tabelle, den ich aus dem Buch habe "Familie" und bei dem von der Webseite "Verteidigung". Bei der 8 steht "befriedigendes Überleben" (Webseite) und "Befriedigung" (Buch). Beim sozialen Untertyp habe ich folgende Unterschiede gefunden: Beim Typ 1 steht "Unangepasstheit" (Webseite) und "mangelnde Anpassungsfähigkeit" (Buch), wobei dies ja eigentlich identisch ist, genau wie beim Typ 3 "Ansehen" aus dem Buch und "Prestige" von der Webseite. Beim Typ 7 steht im Buch nur "Opfer" und der Begriff von der Webseite lautet "Opferbereitschaft". Auch beim sexuellen Untertyp gibt es Unterschiede:  Beim Typ 1 fügt das Buch noch "Hitze" zur "Eifersucht" hinzu. Beim Typ 2 gebraucht das Buch das Wort "Aggression" statt "Angriff". Beim Typ 4 steht "Konkurrenzkampf" (Webseite) und im Buch "Konkurrenz" und "Hass". Beim Typ 7 schreibt das Buch "Beeinflussbarkeit" und die Webseite "Reizempfänglichkeit". Beim Typ 8 ist im Internet von "Besitzstreben" und "Hingabe" die Rede und im Buch von "Besitz" und "Preisgabe". Beim Typ 9 steht im Buch "Einheit" und auf der Webseite "Vereinigung". Natürlich gibt es noch ausführliche Erklärungen zu diesen Stichwörtern, aber das würde hier zu weit führen und sie sind sicherlich unterschiedlich interpretierbar. Ich empfehle dazu das Buch von Sandra Maitri "Neun Porträts der Seele", wo diese Begriffe noch sehr ausführlich erklärt sind und ich traue hier eher dem Buch betreffend der richtigen Schlagworte bei den Untertypen in der Tabelle.

Die Triebe der Untertypen können auch mit dem Es gleich gesetzt werden, was auch Sandra Maitri in ihrem Buch beschreibt. Sigmund Freud, der den Begriff des Unbewussten prägte, verstand es als einen Bereich, der bestimmte, nicht bewusste Funktionen des "Ich" und des "Über-Ich" sowie das von ihm so genannte "Es" enthält. Sein Konzept des "Es" besagt, dass sein Inhalt alles ist, was ererbt, bei Geburt mitgebracht und konstitutionell festgelegt ist, vor allem also die aus der Körperorganisation stammenden Triebe, die hier im "Es" einen ersten uns in seiner Form unbekannten psychischen Ausdruck finden.


Welche Bedeutung haben die Seelenflügel der einzelnen Seelentypen

Die Seelenflügel würde ich selbst so erklären, dass ein Seelentyp auch Eigenschaften und Fähigkeiten von den beiden angrenzenden Seelentypen haben kann.

Jeder Enneatyp bildet also den Mittelpunkt zwischen seinen Flügeln schreibt Sandra Maitri und weiter, dass man nebst anderen Deutungsweisen jeden Typ auch als eine Mischung aus den beiden angrenzenden Punkten sehen könne. Don Riso ist ein Enneagramm-Autor, welcher sagt, dass man seinen Typ nicht als eine Kombination aus den angrenzenden Flügeln betrachten sollte, sondern dass einer der beiden Flügel der stärkere ist. Wenn man auf seine Kindheit und Jugend zurückblicke, werde man feststellen, dass zu verschiedenen Zeiten verschiedene Tendenzen vorherrschten. Mal stand der eine, mal der andere Flügel des eigenen Typs im Vordergrund. Es könne einem sogar vorkommen, als ob man zu jeder dieser Zeiten der jeweilige Typ war. Manche Menschen machen angeblich die Erfahrung, dass sie beim Heranwachsen zwischen den beiden Flügeln hin und her gesprungen sind, bis sich ihre Identität zu ihrem Enneatyp verdichtete. Meiner Meinung nach kann dies es für einen Jugendlichen oder z.B. Eltern und Ausbildungspersonen natürlich möglicherweise erschweren den Enneatyp mittels Selbstreflexion oder von aussen durch (längere) Beobachtung zu erkennen. Ebenso fruchtbar könne es sein, jeden Typ seines eigenen Flügels als den Punkt zu betrachten, in dem die mentalen Fixierungen (feste Vorstellungen oder Täuschungen der Realität, die den Kern eines Enneatyps bilden - Mangelzustände im Kern) und die Leidenschaften (Wurzelsünden) aufeinander treffen.


Die Intelligenzzentren (Grundenergien) der Seelentypen und wie sie sich sich bevorzugt in der Realität/Welt zu recht finden und Entscheidungen treffen

Dies ist eine Sache, welche z.B. im Buch von Sandra Maitri nicht besprochen wird aber möglicherweise im Buch von Richard Rohr, welches ich einmal aus der Stadtbibliothek ausgeliehen habe und nicht so spezifisch und tief in die spirituelle Dimension des Enneagramms eingeht wie das Buch von Sandra Maitri. Das Wissen dazu beruht also auf Recherchen im Internet - zuerst sah ich es wohl hier in der Wikipedia. Es ist wie beim Enneagramm selbst, um eine solche Theorie aufzustellen war wohl sehr intensive Beobachtungs-, Befragungs- und Denkarbeit notwendig, um die Energien den einzelnen Typen zuordnen zu können. Nach der Persönlichkeits-Enneagrammtypologie verfügt jeder Mensch über drei Intelligenzzentren: Kopf (Verstand, Ratio), Herz (Emotionen) und Bauch (Instinkt). Intelligenz hat nicht nur mit dem Kopf zu tun. Entsprechend gibt es auch eine „Bauchintelligenz“. Im täglichen Sprachgebrauch wird meist nicht zwischen Emotion und Instinkt unterschieden und beides als „Gefühl“ bezeichnet. Stattdessen wäre von „emotionalen Gefühlen“ und „instinktiven Gefühlen“ zu sprechen, um diese verschiedenen Gefühlsarten auseinanderzuhalten. „Intuition“ und „Instinkt“ werden ebenfalls oft gleichgesetzt und damit verwechselt. Intuition kann jedoch bei allen drei Intelligenzzentren auftreten; es gibt also eine verstandesmässige, eine emotionale und eine instinktive Intuition.

  • Bauch-Typen sind: 1, 8 und 9,
  • Herz-Typen sind: 2, 3 und 4,
  • Kopf-Typen sind: 5, 6 und 7.

Das bedeutet, dass beispielsweise eine Acht die Welt in besonderem Masse auf der instinktiven Ebene wahrnimmt und aus dem Bauch heraus Entscheidungen trifft, eine Zwei auf der Gefühlsebene und eine Fünf auf der Ebene des Verstandes. Die Zwei als Herz-Typ oder die Sieben als Kopf-Typ haben deswegen jedoch keine schlechteren Instinkte, sie ziehen primär nur ein anderes Intelligenzzentrum zu Rate, um sich in der Welt zurechtzufinden. Für Kopf-Typen ist es normal, ständig viel und auch komplex zu denken, für Herz-Typen ist es normal, auf Beziehungen zu schauen und eher ihren Gefühlen zu vertrauen und diese letztlich auch entscheiden zu lassen, während die Bauch-Typen ständig ihre „Instinkt-Sensoren“ ausgefahren haben und sich lieber auf ihr Gespür verlassen.

So gibt es also Typen, wie z.B. die Fünf, die Vier, die Sieben und die Acht, welche sowohl auf der Verstandes- und auf der Gefühlsebene die Welt betrachten und auch auf beiden Ebenen Entscheidungen treffen, obwohl bei der Vier (Herz) und der Acht (Bauch) die Gefühlsebene stärker gewichtet ist, weil ihre Seelenflügeltypen je einmal auf der Verstandes- und einmal auf der Gefühlsebene liegen und sie selbst ja auch auf der Gefühlsebene die Realität betrachten und Entscheidungen treffen. Eine Vier ist unter Berücksichtigung ihrer Seelenflügel also zwei Mal mit dem Herz und einmal mit dem Verstand "gesteuert". Die Neun dreimal mit dem Bauch, womit die Neun eigentlich vorwiegend nur auf der Gefühlsebene "arbeitet" genau wie die Eins, Zwei und die Drei (dreimal Herz). Auch bei der Acht überwiegt die Gefühlsebene, wenn man ihre Flügel in Betracht zieht (dies kommt von mir, dass man diese Seelenflügel auch bei den Intelligenzzentren in Betracht ziehen könnte, ich habe solche Gedanken dazu sonst noch nirgends gesehen bis jetzt). Die Sechs wäre so gesehen der einzige Typ, bei welchem auch unter Berücksichtigung seiner Flügel vorwiegend die Kopfebene dominiert.

Weiter oben in der Tabelle habe ich Daten aus einer Webseite übernommen, welche ich bis vor kurzem auch noch nicht gekannt hatte und welche noch konkreter auf diese drei Intelligenzzentren eingehen. Ich habe auf dieser Seite noch eine Erklärung zu den Begriffen in den Klammern der obigen Tabelle gefunden (umgeformt, umfunktioniert und blockiert) - die Quelle wurde von der Seite mit "Gallen / Neidhardt - Das Enneagramm unserer Beziehungen" angegeben:

Die drei existentiellen Grundbedürfnisse des Menschen seien:

1.) "Autonomie-Bedürfnis": Ein klares Ich-Gefühl haben. Sich behaupten. Sich durchsetzen. Sich wehren gegen Übergriffe auf das eigene Territorium. Vitale Bewegungsimpulse verspüren und leben. Mit instinktiven Reaktionen aus dem Bauch spontan auf die äussere Situation antworten. Dieses Bedürfnis scheint zu fragen: Wer bin bin ich - wer bist du? Was ist mein mir zustehender Raum - was ist dein Raum?
2.) "Bedürfnis nach Beziehung (Liebe)": Sich geliebt fühlen und lieben. Freundschaft, Fürsorge, Mitmenschlichkeit pflegen. Gegenseitiges Verstehen und guter Kontakt sind wichtig. Die Zugehörigkeit zur Familie, zu einer Gruppe wird betont. Dieses Herzens-Bedürfnis scheint zu fragen: Mit wem bin ich wie in Beziehung - wie ist unser Kontakt?
3.) "Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit": Sich sicher fühlen an dem Ort, wo man ist. Sich auskennen. Die Dinge überblicken. Klarheit und Verlässlichkeit sind wichtig. Wache Sinne, um Witterung aufzunehmen. Dieses Bedürfnis scheint zu fragen: Wo bin ich hier eigentlich? Ist es hier sicher für mich?

Das Enneagramm ordnet diesen drei existentiellen Bedürfnissen drei Grundenergien zu:

1.) "Bauchenergie": umfasst diejenigen vitalen, instinktiven Impulse, die unser Revier behaupten helfen, wie z.B. Zorn. Auch die Sexualität gehört in diesen Bereich.
2.) "Herzenergie": sind all diejenigen emotionalen Qualitäten, die Beziehungen zu anderen Menschen stiften und durch die wir uns mit anderen verbunden fühlen, also Liebe im weitesten Sinn.
3.) "Kopfenergie": bezeichnet die Wahrnehmungs- und Denkfunktionen, die wir benötigen, um uns zu orientieren und um sicher zu sein.

Die psychischen Kräfte; Bauch-, Kopf- und Herzenergie werden, um psychische/spirituelle Not oder ein Dilemma (die Leidenschaften/Wurzelsünden) abzuwenden überentwickelt, umfunktioniert/umgewandelt oder blockiert. Aus den drei Not-Lösungen der drei Grundenergien ergeben sich im Modell des Enneagramms drei Gruppen aus je drei Charaktermustern:

Die Bauchenergie-Muster Nr. ACHT (überentwickelt), NEUN (blockiert) und EINS (umfunktioniert);
die Herzenergie-Muster Nr. ZWEI (überentwickelt), DREI (blockiert) und VIER (umfunktioniert);
die Kopfenergie-Muster Nr. FÜNF (überentwickelt), SECHS (blockiert) und SIEBEN (umfunktioniert).

Die Grundenergie wird in der spezifischen Ausformung des Charaktermusters

  • "blockiert": Das heisst Bauch-Impulse zur Selbstbehauptung (Muster NEUN), authentische Herz-Bewegungen (Muster DREI), Sicherheit und Orientierung gebende Wahrnehmungs- und Denkfunktionen (Muster SECHS) sind (mehr oder weniger) abgeschaltet - damit die jeweilige zentrale psychische Not aus dem Bewusstsein verschwinden kann. Genauer: Muster Nr. NEUN: Friedfertigkeit, passive Aggression, eigene Autonomie-Impulse kaum wahrnehmbar. Muster Nr. DREI: unbewusst primär an der eigenen Wirkung auf andere interessiert (Image). Leistung hat einen hohen Stellenwert. Muster Nr. SECHS: zweifelnd, misstrauisch, unsicher. Angstbewältigung durch Gehorsam/Unterwerfung und/oder Rebellion.
  • "überentwickelt": Die Grundenergie besetzt in einseitig übertriebener Weise das innere Feld und führt allein Regie. Auch die Überentwicklung der Bauch- (ACHT), Herz- (ZWEI) oder Kopf- (FÜNF) -Energie ist eine Möglichkeit, die jeweilige Not nicht mehr spüren zu müssen. Genauer: Muster Nr. ACHT: Kampfbereitschaft, Streitlust, Power. Muster Nr. ZWEI: hilfsbereit und fürsorglich, stark um das Wohlergehen anderer bemüht. Muster Nr. FÜNF: distanzierter, scharf beobachtender und analytischer Verstand, Rückzug ins Wissen.
  • "umfunktioniert/umgewandelt": Die Grundenergie wir in ihrer Richtung umgedreht und auf die eigene Person gewendet. Aus selbstbehauptender Aggression wird Aggression gegen die eigene Person (EINS), aus der auf andere Menschen gerichteten Herzenergie wird Selbstverliebtheit (VIER), die Wahrnehmungs- und Denkfunktionen des Kopfes werden umfunktioniert zum Zweck positiver Selbststimulation (SIEBEN). All das dient ebenfalls dazu, das zentrale Dilemma jeweils erträglich zu machen bzw. aus dem Bewusstsein fernzuhalten. Genauer: Muster Nr. EINS: Perfektionismus, ein zorniges Über-Ich, ausgeprägtes Richtig / Falsch-Denken. Muster Nr. VIER: melancholisch, viel mit sich selbst beschäftigt (selbstverliebt). Muster Nr. SIEBEN: assoziatives Denken, viele Pläne zum Zweck positiver Selbststimulation.

Ich habe im Internet noch andere Bezeichnungen für diese spezifische Ausformung des Charakters gefunden, bzw. spricht man dort von der "Primärenergie als Wirkweise des Menschen" Es sind die Begriffe: Flucht für umfunktioniert - Angriff für überentwickelt und Erstarrung für blockiert. Die Theorie des Enneagramms besagt, dass in jedem Menschen ein Energiezentrum stark dominiert. Die anderen beiden Energien seien natürlich genauso vorhanden, wirken aber nicht so stark wie die Primärenergie. Es gibt jetzt drei verschiedene Möglichkeiten wie in der Psyche diese Energiezentren wirken. Um der Grundangst, die aus der Begrenzung der Wirkweise der Energie entsteht zu entkommen, entwickelt jedes Energiemuster eine eigene Strategie, die zum Lebensthema führt. Dieses Lebensthema ist aufgrund der Persönlichkeit jedes Einzelnen, seiner Biographie und seines Umfeldes so individuell gestaltet, dass es wie bei einem Spiegelkabinett in unterschiedlichsten Verzerrungen und Facetten erlebt werden kann. Nur wenn die Aufmerksamkeit auf das Energiezentrum gerichtet wird, ist es möglich, das Muster zu erkennen und nicht in Phänomenen stecken zu bleiben.

Die Verformungen der jeweiligen Grundenergien:

EINS (Zorn): Menschen mit dem Muster EINS sind sich nicht unbedingt bewusst, dass sie untergründig zornig sind. Sie erleben den Zorn oft weniger als Gefühl im Bauch, sondern mehr als zornige Gedanken. Ihr Denkstil bewegt sich in Kategorien von richtig/falsch oder gut/schlecht (beurteilender Verstand). Entsprechend ist die Aufmerksamkeit so organisiert, dass automatisch alles das ins Auge springt, was irgendwie fehlerhaft und mangelhaft zu sein scheint oder tatsächlich ist.

ZWEI (Stolz): Menschen mit dem Muster ZWEI sind stolz auf ihren Einsatz für andere, ihre Hilfsbereitschaft und Fürsorge (Ich weiss, was für dich gut ist) und erleben sich selbst als unabhängig von der Hilfe anderer (Ich selbst brauche niemanden). Dem Erleben zugänglich wird der Stolz am ehesten dann, wenn er verletzt wird, also dann, wenn ein Hilfsbedürftiger die Fürsorge ablehnt oder undankbar ist. Die Aufmerksamkeit ist nach aussen gerichtet, um sich automatisch auf die Bedürfnisse und die Bedürftigkeit einer anderen Person einzustellen.

DREI (Täuschung, Lüge, Betrug): Menschen mit Muster DREI geht es unbewusst in erster Linie darum, vor anderen gut dazustehen. Sie können mit ihrem positiven Image so sehr identifiziert sein, dass sie den Kontakt zu ihren Gefühlen verlieren. Darin liegt die Täuschung: die erwünschte Aussenwirkung für die wahre eigene Identität halten. Die Aufmerksamkeit geht nach Identität halten. Die Aufmerksamkeit geht nach aussen und tastet die Umgebung nach Hinweisen ab, wo und wie Anerkennung zu erlangen und wie die Selbstdarstellung den momentanen sozialen Gegebenheiten anzupassen wäre.

VIER (Neid): Menschen mit Muster VIER beschäftigen sich gern mit ihren Stimmungen und erleben (häufig diffus), dass ihnen etwas fehlt zum Glücklichsein. Aus diesem inneren Mangelgefühl heraus erleben sie andere Menschen sehr oft automatisch als glücklicher, ausgeglichener, gesünder und so weiter. Ihre Aufmerksamkeit driftet gern aus der Gegenwart weg - hin zu einer idealisierten fernen Person, zu Erinnerungen an besonders schmerzliche oder glückliche Momente oder auch in Fantasien erfüllter Sehnsucht in der Zukunft. Demgegenüber erscheint die gewöhnliche Gegenwart spontan als minderwertig.

FÜNF (Geiz, Habsucht): Der Geiz (oder auch Habsucht) als emotionales Grundmuster am Punkt FÜNF ist als eine Art Ich-Geiz zu verstehen. Menschen mit Muster FÜNF tun sich oft schwer mit persönlichen Mitteilungen und wirken dadurch leicht spröde und unnahbar. Vor allem in emotional dichten Situationen steigt die Aufmerksamkeit automatisch aus und friert sich in einer innerlich distanziert-neutralen, objektiv-emotionslosen Beobachterposition ein.

SECHS (Zweifel, Furcht, Angst): Gemeint ist hier eine latent misstrauische Grundstimmung, die Menschen mit Muster SECHS je doch nicht unbedingt bewusst ist. Bewusst ist schon eher ein zweifelnder Denkstil (einerseits...andererseits, ja... aber) und die spontane (= automatisierte) Bereitschaft, jemanden oder etwas anzuzweifeln. Die Aufmerksamkeit im Muster SECHS ist darauf gepolt, nach verborgenen Absichten oder Motiven zu suchen.

SIEBEN (Gier, Unersättlichkeit, Unmässigkeit, Völlerei): Menschen mit Muster SIEBEN lenken ihre Aufmerksamkeit gewohnheitsmässig und unfreiwillig von Situationen weg, die ihnen unangenehm erscheinen könnten. Sie beschäftigen sich statt dessen gedanklich mit positiven Optionen und Plänen. Es ist auf den ersten Blick nicht leicht zu erkennen, dass sie das gewissermassen so tun müssen und innerlich von dieser optimistischen, positiven mentalen Selbststimulation (und der Verwirklichung ihrer kleinen und grossen Pläne) abhängig sind (Gier, beziehungsweise Unersättlichkeit).

ACHT (Lust, Wollust, Schamlosigkeit, Unkeuschheit): Die Aufmerksamkeit von Menschen mit Muster ACHT richtet sich unwillkürlich darauf, herauszufinden, wer als Freund oder als Feind einzuschätzen ist. Sie sind stark mit Bauchenergie aufgeladen. Aggression und Sexualität haben die Funktion, überschüssige Energie zu «verbrennen». So funktioniert ihre Aufmerksamkeit oft nach dem Prinzip alles oder nichts/schwarz oder weiss.

NEUN (Trägheit, Faulheit): Die Trägheit im Muster NEUN ist eine Art Ich-Trägheit oder Ich-Vergessenheit». Die Fähigkeit, Ich (und: Ich will...!) zu fühlen und zu sagen, ist mehr oder der weniger stark blockiert. Das führt zu einer stark rezeptiven (passiv aufnehmenden) Aufmerksamkeitsorganisation: Die Aufmerksamkeit funktioniert wenig zielgerichtet, sie gleitet (unfreiwillig) von einem Wahrnehmungsgegenstand zum nächsten, fast alles erscheint gleich (un)wichtig, Vordergrund und Hintergrund sind ineinander verschwommen, auch in der Selbstwahrnehmung.

Vertiefen lässt sich das Wissen in diesem Bereich auch noch mit dieser Seite (siehe dortiges PDF-File). Nach dem Institut für Sinnberatung beschreiben die drei Intelligenzzentren drei unterschiedliche Perspektiven (Sichtweisen), drei Aspekte der Persönlichkeit und ihr internes Zusammenspiel. Die Organsysteme sind natürlich wie bei den Chakren rein Symbolisch zu verstehen. Jede der drei Perspektiven (der emotionalen, verstandes, instinktiven - Herz, Kopf, Bauch - Typen) fokussiere spezifische Aspekte, Eigenarten, Zuständigkeiten und Organisationsweisen des Gesamtsystems. Der Herz Perspektive gelte ein besonderes Augenmerk, nachdem sie zur Zeit in vielen Bereichen des Berufs- und Privatlebens wenig gesehen und gewürdigt werde. Im Verständnis des Instituts komme gerade den Herz-Typen eine einzigartige, integrative Bedeutung als Steuerungsinstanz der ganzen Persönlichkeit zu. Im PDF-File werden die einzelnen Perspektiven noch genauer beschrieben (siehe dort), es wird jedoch im Gegensatz zu den anderen im Text verlinkten Webseiten kein Zusammenhang zum Enneagramm hergestellt.

Meiner Meinung nach bilden also die drei Intelligenzzentren im Zusammenspiel mit dem Seelentyp, seinen Seelenflügeln und den drei Aspekten des Untertyps eines Seelentyps (selbsterhaltend, sozial, sexuell) die Gesamtheit der Persönlichkeit (Körper, Geist und Seele) aus Sicht des Enneagramms.


Die unterschiedlichen Varianten, wie man seinen Typ herausfinden kann

1.) Durch persönliche Erfahrung / Selbstreflexion zur Selbsterkenntnis gelangen, nachdem die einzelnen Typenbeschreibungen aus einem Enneagrammbuch oder aus dem Internet (und auch auch die Aspekte in der obigen Tabelle) mit eingeschaltetem Kopf :-) und Objektivität genau durch gelesen wurden.

2.) Durch Fremdeinschätzung (idealerweise bereits im kindlichen Alter) von aussenstehenden oder nahestehenden Personen (Eltern, Freunde, Lehrer, etc.), welche das Enneagramm und die einzelnen Typen sehr gut kennen.

3.) Durch Test's mit Fragebögen/Aussagen (es gibt diverse kostenlose) hier eine Auswahl:

- Eclectic Energies (zwei Test's - einer davon nur in Englisch) - Enneagramm Typen Barometer (117 Aussagen)
- Enneagramm Studio (180 Aussagen) - Diakonissen Mutterhaus (81 Aussagen)

4.) Kostenpflichtige Test's, wie z.B. das Büchlein von Markus Becker: Enneagramm-Typen-Test (ETT). München: Claudius Verlag, 1992, welches ich auch gekauft habe, aber bei der Einstufung (stimmt - stimmt nicht von 0 bis 6) der 115 Fragen/Aussagen so unsicher war, dass ich ihn noch nicht komplett durchgeführt habe. Von Enneagramm-Software gibt es einen kostenpflichtigen Test, der Online verfügbar ist.

5.) Eine weitere, wohl sehr gute Variante ist es, sein eigenes Unterbewusstsein (seine Seele) direkt mit Hilfe eines siderischen Pendels oder eines Ouija (welches ich nicht habe und dieses funktioniert wohl nur indirekt über ein Geistwesen wie z.B. via seinem Schutzgeist/Schutzengel, obwohl es auch als Seelenschreiber bezeichnet wird, aber wie gesagt habe ich keine Erfahrung damit) zu fragen, welches mit Ja oder Nein antworten auf Fragen geben kann.

6.) Sandra Maitri beschreibt in ihrem Buch noch weitere Möglichkeiten:

- In Ichazos Arica Training sei es möglich anhand der Gesichtszüge den Typ zu erkennen, da bestimmte Bereiche im Gesicht anscheinend mit bestimmten Typen übereinstimmen.

- Durch Einschränkung der Möglichkeiten, in dem man versucht herauszufinden welche Ecke des Enneagramms im Vordergrund steht - ist es die Ecke der Sechs und ihre beiden Nachbarpunkte, die angeblich von der Angst als wichtigstem Faktor motiviert und bestimmt werden? oder ist er/sie ein Image-Typ - also eine Drei oder einer ihrer beiden Flügel - der sich hauptsächlich damit beschäftigt, wie er sich darstellt und auf andere wirkt? oder wird er/sie hauptsächlich davon bestimmt, sich selbst zu vergessen und seine Aufmerksamkeit nach aussen zu richten, wie es bei der Neun und ihren beiden Flügeln der Fall ist? Diese Fragen könne man auf zwei Arten beantworten., die beide Naranjos ursprünglicher Lehre entstammen. Zunächst kann man anhand der somatotypen Klassifizierung von W. H. Sheldon, den Körpertyp des Betreffenden bestimmen. Allgemein gesprochen neigen Menschen, die der trägen, oberen Ecke des Enneagramms angehören, also Achter, Neuner und Einser zu einem mesomorphen, soliden, muskulösen eher gedrungenen, kompakten Körperbau. Die Angsttypen, also die Fünfen, Sechser und Siebner sind meistens eher ektomorph, d. h. schlank, schlaksig und drahtig. Und die Image-Typen - Zweien, Dreien und Vieren - sind eher endomorph, also kurvenreich und weich gebaut, mit dünnen Hand- und Fussgelenken. Diese Übereinstimmungen zwischen den Ecken des Enneagramms und den verschiedenen Körpertypen scheint im Allgemeinen oder im Schnitt gegeben, ist aber nur eine Regel mit vielen Ausnahmen. Es wäre deswegen irreführend, einen Menschen nur aufgrund seines Körpertyps einer bestimmten Ecke zuzuordnen. Die andere Methode hat damit zu tun, ob sein Hauptinteresse und sein Verhaltensstil eher auf Angst, auf Selbstvergessen oder auf Image gründet. Das lässt sich mit einer Übung herausfinden, die uns Naranjo zur Verfügung gestellt hat. In einer Dreiergruppe hält einer der Partner einen Monolog über sein fortlaufendes Gewahrsein, in dem er alles zum Ausdruck bringt, was ihm in den Sinn kommt, während die anderen beiden zuhören. Dann versuchen alle drei herauszufinden, welche Tendenz bei dem Sprecher im Vordergrund stand: War er eher furchtsam, sprach er zögernd, sorgte er sich darum, irgend etwas falsch zu machen? Blockierte er dabei seine Impulse und zweifelte an seinen eigenen Worten, die vom Inhalt her eher misstrauisch waren oder das Gefühl ausdrückten, verfolgt zu werden? Oder zeigte er sich eher träge, verlor sich in seiner ausufernden Geschichte und vergass dabei das eigentliche Thema, indem er lauter unwichtige Details ausschmückte und sich dabei durchgängig auf die anderen konzentrierte statt auf seine innere Erfahrung? Oder war ihm tendenziell sein Image am wichtigsten, was sich in theatralischem Verhalten und einem gesteigerten Interesse daran äusserte, wie er auf die anderen wirkte und was sie von ihm dachten? Gab er eine Art Show zum Besten, um sich darzustellen, und wirkte das Ganze ziemlich unecht? Man kann die Übung auch abändern und 20 Minuten ununterbrochen schreiben und danach den Inhalt sowie die Stimmung des Geschriebenen daraufhin betrachten, welche der drei Tendenzen im Vordergrund steht. Mit dieser zweiten Methode werde man den Typ einer Person nicht unbedingt endgültig festlegen können, doch könne sie helfen, die Ecke des Enneagramms zu bestimmen, welche der Person am ehesten entspricht.

- Durch Studium der im Buch "Neun Portäts der Seele" aufgeführten idealisierten Aspekte und der Möglichkeiten, wie der entsprechende Enneatyp sie zu verkörpern versucht. Ich führe hier nur die Oberbegriffe auf. Typ Eins: Brillianz, Typ Zwei: Verschmelzendes Gold, Typ Drei: Die Perle, Typ Vier - der Point (Punkt, Sinn, Funke), Typ Fünf: Diamantene Führung, Typ Sechs: Wille, Typ Sieben: Das Gelb, Typ Acht: das Rot, Typ Neun: Lebendiges Tageslicht

- Um Verwechslungen zu vermeiden kann es hilfreich sein, sich zu fragen, welche heilige Idee in seinem Bewusstsein am wenigsten vorhanden ist und welche Leidenschaft (Wurzelsünde) bei ihm im Vordergrund steht.


Wie ich für mich sicher werden konnte, welcher Typ ich bin

Als ich vor einigen Jahren mir das Buch "Enneagramm die neun Gesichter der Seele" aus der Bibliothek ausgeliehen habe und zum ersten Mal mit diesem Thema in Kontakt kam, las ich das Buch in sehr kurzer Zeit komplett durch. Schon während dem lesen begann ich mir zu überlegen, welcher Typ ich sein könnte. Ich las mir sämtliche Typenbeschreibungen genau durch und forschte auch noch im Internet weiter zu diesem Punkt. Schon nach kurzer Zeit war mir klar, welcher Typ ich bin, ohne überhaupt einen Test absolviert zu haben. Doch blieben immer noch einige Zweifel offen, da auch diverse Teile von den Beschreibungen der anderen Typen auf mich zuzutreffen schienen. Einige Zeit vorher las ich auch ein Buch über mein Sternzeichen aufmerksam und konnte dort wirklich mit Hilfe meinen Selbsterfahrungen im bisherigen Leben vieles bejahen, was da über mein Sternzeichen geschrieben wurde, jedoch nicht alles. Viele dieser Punkte aus dem Astrologie-Buch trafen dann auch auf die Typenbeschreibung meines mutmasslichen Typs zu. Es gab auch Bemerkungen bei einem Standort und eines Bewerbungskurs, welchen ich vor längerer Zeit absolviert habe und jemand sagte, als man versuchen musste Aussagen über die anderen Teilnehmer zu tätigen, ich sei ein Überlebenskünstler. Nebst dem innerlichen Vergleichen meiner Selbsterfahrungen im Leben seit der Kindheit (ich komme bis ca. zum Kindergartenalter - also bis ca. in das Alter von 4 - 5 Jahren, obwohl da nur noch Bruchstücke vorhanden sind und an die meisten oder alle Tage eines Jahres kann ich mich wohl erst ab ca. 16 wirklich bewusst erinnern) und den in dem oben erwähnten sowie anderen Büchern und Beschreibungen im Internet über meinen Seelentyp, waren solche Hinweise von aussen natürlich auch eine Hilfe, um mir immer sicherer zu werden. Auf einer Internetseite gab es z.B. ein Bild meines Typs mit einem Schal um den Hals und es wurde dazu geschrieben, dass dies typisch für meinen Typ sei, oft einen Schal zu tragen, was ich auch sehr oft tue.

Ich überlegte mir also, was in meinem bisherigen Leben besonders auffällig war in Anbetracht der Typenbeschreibungen meines Typs (Künstler, Romantiker, Individualist) und suchte in meiner Vergangenheit nach Situationen die darauf hinweisen konnten. Es gab da einige. Zum Beispiel, obwohl ich früh mit dem Musik machen aufhörte, hatte ich doch ein Talent dafür, gut zeichnen/malen konnte ich hingegen noch nie. Tanzen gefiel mir eigentlich auch immer gut, sei es im Schulunterricht gewesen, an privaten Partys oder auch an Technopartys und ich konnte es aus meiner Sicht auch recht gut aussehen lassen. Am Computer hingegen habe ich für mich gezeigt, dass ich sehr wohl künstlerisch kreativ tätig sein konnte/kann, sei es im Webdesign oder dem erstellen von Flash-Animationen. Auch eine Arbeit während der Schulzeit als Bildhauer machte mir grossen Spass, obwohl ich dafür auch nicht wirklich ein Faible hatte. Kurzzeitig arbeitete ich auch als Schriftenmaler, was mir ebenfalls sehr gut gefiel. Wo es für mich sehr auffällig war, welcher Typ ich bin, war in den (sportlichen) Aktiviäten während meiner Freizeit in meiner Vergangenheit (Jugendzeit), wo ich stets alle Tricks ausprobieren wollte, sei es beim Stelzenlaufen, im Schwimmunterricht (wo nur wenige einen anderthalbfachen Salto vorwärts ab dem Trampolin oder ab dem Sprungbrett konnten), beim Skateboarden, beim Schlittschuh fahren ("tanzen auf den Schlittschuhen z.B. bei einer Eis-Disco - übersetzen, speed fahren), beim Skifahren schon von ganz klein auf, gab es kaum eine Schanze, die vor mir sicher war und wo ich nicht irgendeinen Trick in der Luft versucht hätte, beim Fussball-Spielen (sowohl im realen Leben wie auch bei Onlinespielen am PC, wo ich meist verliere, weil ich dem Gegner wohl unbewusst immer zeigen will, dass ich sämtliche Tricks beherrsche - bekannte Vieren im Fussball sind wohl Christiano Ronaldo und ganz bestimmt Messi), beim Basketball spielen, beim Hula Hoop, beim Diabolo spielen oder insbesondere beim Mountainbike fahren (Fahrrad Trial), das lange Zeit nebst dem Fussball spielen im Verein meine liebste Freizeit Beschäftigung war und wo ich ausser langem hüpfen auf einem Rand auch diverse andere Kunststücke beherrschte wie z.B. über eine Strecke von ca. 300 Meter auf einem Rad im Männchen zu fahren (stehend oder sitzend).

Ich spürte auch, dass ich Fähigkeiten in der Kommunikation besitze und zudem sehr viel Phantasie habe, womit ich z.B. noch etwas erreichen könnte. Für mich ist somit auch klar, dass nicht alle "Künstler" in allen Bereichen der Kunst gleich stark sind, sondern innerhalb dieses Bereichs Kunst irgendwo ihre Hauptstärken haben müssen. Dass ich ein hoffnungsloser Romantiker bin/war (manchmal mehr manchmal weniger) war für mich sowieso klar. Zudem war ich schon immer relativ launisch, also von himmerhochjauchzend bis zu Tode betrübt geht das manchmal innert Stunden oder wenigen Tagen. Ich kann es mittlerweile ein wenig besser von der Depression und Frust abgrenzen und denke die Launigkeit hat eher etwas mit meiner Seele zu tun, welche zur Melancholie neigt. Die Viersäfte-Lehre behauptet jedoch mein Temperament sei sanguinisch weil ich ein Zwilling (Element Luft) sei. Also muss meine fast Gewissheit falsch sein oder eher die Viersäfte-Lehre in diesem Punkt der Zuordnungen zu den Luft-Sternzeichen, bzw. könnte sie für gewisse Träger eines Luft-Sternzeichens zutreffend sein und für andere wiederum nicht, so dass sie eigentlich grundsätzlich in diesem Punkt auch falsch wäre. Andererseits nach nochmaligem überlegen ist es auch durchaus möglich , dass die Viersäfte-Lehre korrekt ist und ich tatsächlich Sanguiniker bin (weil ich unter anderem gerade kürzlich gelesen habe, dass Sanguiniker generell zu viel Blut im Körper hätten und bei einer Blutuntersuchung genau dies heraus kam). Das würde dann heissen, dass nicht alle Vieren automatisch Melancholiker wären oder dass sogar andere Typen auch Melancholiker sein könnten und bei den Vieren einfach eine Veranlagung zum manisch-depressiven besteht. Es ist für mich auch sehr verblüffend, dass viele Eigenschaften der Vier auch in den tieferen Beschreibungen meines Buchs über Zwillinge vorhanden sind. Ich könnte mir auch vorstellen, dass man die "Krankheit" Asperger Syndrom leicht mit den Eigenschaften einer Fünf mit einem stärkeren rechten Flügel (sechs) verwechseln könnte, bei der der linke Flügel wenig ausgeprägt ist oder eine Veranlagung für diese angebliche Krankheit besteht.

Dann wollte ich aber noch ganz sicher sein und fragte mein siderisches Pendel, auf welches ich mich in Angelegenheiten, welche mich betreffen, hundertprozentig verlasse, bzw. überzeugt bin, dass die Aussagen stimmen. Dazu fragte ich zu erst logische Dinge, wo ich weiss, die Antwort muss Ja sein und dann auch andere Fragen, wo die Antwort Nein sein muss. Die Antworten wurden immer korrekt angezeigt. Also war für mich der Beweis schon gegeben, dass es funktioniert. Um sicher zu gehen fragte ich dann Dinge über mich mehrmals, wobei stets die gleiche Antwort kam. Also fragte ich auch nach meinem Enneagramm-Typ und es bestätigte wovon ich schon beinahe überzeugt war, nämlich, dass ich ein Seelentyp Nr. 4 bin. Ich bin auch davon überzeugt (ohne das Pendel zu befragen), dass mein dominanter Untertyp der soziale ist. Ich denke dies, weil ich schon immer Schamgefühle hatte, welche sich bei mir insbesondere so äusserten, dass Vorträge vor Menschengruppen zu halten in der Schulzeit und in der Lehre für mich ähnlich wie ein Alptraum gewesen war, obwohl ich ja alle Klassenmitglieder gut gekannt habe. Ich habe versucht, es mir einfach nicht anmerken zu lassen. Prüfungsangst hatte ich jedoch keine, was ja aber auch etwas anderes ist. Sonst vor einer kleiner Freundesgruppe zu sprechen, wo tiefes Vertrauen vorhanden war, war jedoch kein Problem. Auch beim Singen, was ich glaube ich noch einigermassen gut kann, habe ich solche Schamgefühle, wenn ich vor vielen Menschen Singen muss, auch wenn es nur ein Mitsingen ist, das war und ist aber bei weitem nicht so schlimm wie vor vielen Personen einen Vortrag halten zu müssen. Diese Scham hat sich bei mir mit dem Alter ein wenig hin zu einer sozialen Phobie entwickelt, so dass ich mich im Gegensatz zu früher (wohl aus ästhetischen Gründen - natürlicher kreisrunder Haarausfall und auch sonst immer weniger Haare auf dem Kopf und viele einzelne weisse, so dass ich praktisch nicht ohne Kopfbedeckung aus dem Haus gehe und mir oft alle Haare auf dem Kopf abrasiere, was dann wieder ein wenig ästhetischer aussieht für mich (dies kommt wohl von meiner normalen Haltung - siehe Tabelle) sowie meinem durch Bierkonsum damals in den Jahren seit 2007 antrainierten Bierbauch - essen tue ich eigentlich nicht übermässig viel und nun seit Jahren nur noch vegan - zuvor schon einige Jahre vegetarisch) nicht mehr wohl fühle, sobald ich in die Nähe von vielen Menschen kam, was früher nicht so war, aber auch noch andere Gründe haben könnte (wie z.B. ein altes (2006), aber verarbeitetes Trauma oder anderes - es wurde mit den Jahren z.T. auch weniger schlimm die sozialen Phobien bis auf den erblich bedingten natürlichen kreisrunden Haarausfall, der sogar mit 38ig noch ein Problem zu sein scheint.

Auf der Suche nach meiner "wahren Berufung" bin ich trotz meinen Erkenntnissen aus der Astrologie und dem Enneagramm aber eigentlich noch immer, dazu werde ich später an einem anderen Ort (wohl unter Bildungspolitik) noch mehr schreiben. Zudem habe ich zwei Test's durchgeführt, an das Resultat des ersten kann ich mich jedoch nicht mehr erinnern, beim zweiten (diesem hier) hingegen kam bei mir der Typ 7 als Ergebnis heraus, sehr knapp vor dem Typ 4, was mich natürlich wieder ziemlich verwirrt hat. Es gab jedoch einige Aussagen, wo ich unsicher war und lange überlegte, was ich nun wählen solle, was natürlich dazu führen kann, dass der Test nicht das korrekte Ergebnis ausspuckt. Es steht auch auf dieser Testseite, wo der Typ 7 vor Typ 4 ausgegeben wurde, dass man sich nicht auf den Test verlassen soll, da er eben nicht zu 100% verlässlich sei. Ich werde wohl nochmals einen anderen Test versuchen, weil mich die Tabelle oben erneut ganz wenig verunsichert hat, was daher kommen könnte, dass ja alle Teile von Eigenschaften und Ansichten von anderen Typen in sich tragen, aber trotzdem nur ein bestimmter Typ sind - und ich bin mir sicher, ich bin eine Vier.


Zusammenhang zur Astrologie - Übereinstimmungspunkte und Unterschiede

Gemeinsam haben sicherlich beide, dass sie etwas mit dem Glauben zu tun haben, obwohl dies im Falle des Enneagramms wohl weniger ins Gewicht fällt, vorausgesetzt es ist für einem selbstverständlich, dass Menschen, bzw. sämtliche Lebewesen eine Seele haben. Ohne dies müsste der (noch) Ungläubige im Falle des Enneagramms ja eine doppelte Hürde überwinden (Glaube an die unsterbliche Seele und dass es auch noch unterschiedliche Seelentypen gibt, wovon man genau einer sein kann). Der Vorteil der Astrologie ist es, dass man dazu "nur" das Geburtsdatum, den Geburtsort und die Geburtszeit benötigt, um Aussagen über berufliche, charakterliche, mögliche zukünftige Probleme, etc. tätigen zu können, was jedoch bei Menschen, die auch nur eine dieser drei vorausgesetzten Daten nicht kennen, verunmöglicht ist. Gemeinsam scheinen die beiden esoterischen Hilfsmittel auch noch zu haben, dass sowohl alleine durch das Sternzeichen die Charaktereigenschaft für ein einzelnes Individuum nicht bestimmt werden kann, da dieses auch innerhalb es Sternzeichens unterschiedlich sein kann (nur so kann ich mir erklären, dass für mich persönlich einige Dinge aus meinem Astrologie-Buch über die Zwillinge zutreffen und andere nicht) meiner Meinung nach und genau so ist es beim Enneagramm wo zwar gesagt werden kann, dieser Typ passt anhand der allgemeinen Fähigkeiten, welche diesem einzelnen Typen zugeschrieben werden in diesen Bereich von möglichen Tätigkeiten, aber nicht genau zu welchem Beruf aus der möglichen Palette von Berufen aus diesem Bereich. Also mit anderen Worten, dass nicht alle Aussagen für einen Typ oder das Sternzeichen für alle Inhaber dessen zutreffen müssen. Da Das Enneagramm unabhängig ist von Datum, Ort und Zeit der Geburt, hat dieses Hilfsmittel eher Ähnlichkeit mit einem siderischen Pendel oder Tarotkarten, wobei mit Hilfe des Enneagramms keine Aussagen über zeitliche Ereignisse (Vergangenheit und Zukunft) herausgefunden werden können. Es ist in diesem Fall (wenn eine Angabe zur Geburt fehlt) eigentlich das einzige esoterische Hilfsmittel, um viel über seine eigene Persönlichkeit herauszufinden und kann dadurch sehr wichtig für bestimmte Menschen sein.

Eigentlich kann mit der Astrologie also z.B. mit einem genauen persönlichen Horoskop praktisch alles über die Persönlichkeit eines Menschen herausgefunden werden, was auch mit Hilfe des Enneagramms in Erfahrung gebracht werden kann, was umgekehrt nicht der Fall ist. Zum Beispiel kann man mit Hilfe des Enneagramms praktisch keine persönlichen und schon gar keine Allgemeinen zukünftigen Ereignisse voraussagen. Auch bei der Frage, ob jemand gut zu einem passt, was mit Sicherheit eine längere Beziehung ermöglicht, kann das Enneagramm meiner Meinung nach nur bedingt Hilfestellung geben, obwohl das von einigen angeblich praktiziert wird (siehe weiter oben beim Punkt "Ist das Enneagramm für die Partnersuche geeignet"). Jedoch lassen sich mit dem Enneagramm andere Details einer Persönlichkeit (insbesondere in welchen Bereichen man Fähigkeiten hat - also Seelentyp plus Seelenflügel und auch der Charakter und Temperamente) evtl. leichter herausfinden, obwohl ich eigentlich nicht so sicher bei dieser Aussage bin. Auch bei einer Teambildung könnte es meiner Meinung nach ein Vorteil sein, den Typ der Bewerber zu kennen, da ja jeder individuelle Fähigkeiten hat. Ich sehe es also eher als ein Hilfsmittel zur Astrologie, und hauptsächlich als Hilfe, um seine Fähigkeiten und seine Hauptberufung evtl. schneller und besser finden zu können. Übrigens kann ich mir auch gut vorstellen, dass das Enneagramm und die Astrologie in Bezug auf die Persönlichkeitseigenschaften (Charakter und Temperament), auch bei (anderen) Tieren angewandt werden können (weil diese ja auch eine Seele haben) und vielleicht kann es auch auf ganze Länder angewandt werden, wie dies von einigen Enneagrammseiten behauptet wird.


Probleme oder auch mögliche aufkommende Ohnmachtsgefühle aus meiner Sicht im Zusammenhang mit dem Glauben an die Richtigkeit des Enneagramms

Angenommen die Überzeugung ist vorhanden, dass es diese neun unterschiedlichen Seelentypen gibt und dass jeder genau ein Seelentyp ist, können sich diverse Inkompatibilitäten mit dem bestehenden Ausbildungs- und Wirtschaftssystem ergeben. Bei der Ausbildung scheint es im Fall von künstlerisch Begabten noch weniger ein Problem zu sein, da es viele Frei- und Pflichtfächer gibt, wo diese angehenden Künstler auch während der Schulzeit gefördert werden, wenn auch ohne ein bestimmtes Ziel und möglicherweise nicht in ihrem Hauptmetier. Bei den Unter- und Oberstufen der Ausbildung sehe ich hingegen schon einige grundsätzliche Probleme, wenn ich davon ausgehe, dass es neun unterschiedliche Seelentypen, bzw. zwölf Sternzeichen mit individuellen Stärken und Schwächen gibt, da einige schlichtweg ignoriert werden. Einige Beispiele: So müssen Menschen die sprachlich nicht begabt sind, dafür aber z.B. handwerklich, trotzdem sich durch diese Fremdsprachen-Stunden quälen und können schlichtweg kaum oder keine Erfolgserlebnisse haben, weil ihnen die angeborene Fähigkeit dazu fehlt. Wieder andere haben ein sehr starkes mathematisches Gedächtnis und dort ihre Fähigkeiten, sind aber sportlich total untalentiert (was aber nicht heisst, das Sport nicht allen gut tun würde). Dies sind nur zwei Beispiele, welche mir während meiner Schulzeit und der Reflexion darüber gerade in den Sinn kommen, bestimmt könnte man diese Vergleiche noch zahlreich weiter führen. Worauf ich also eigentlich hinaus wollte war, dass die Schüler nicht individuell dort gefördert werden, wo ihre Fähigkeiten liegen, sondern sämtliche Fächer "über sich ergehen lassen müssen". Natürlich ist das auch eine Variante, wie man herausfinden kann, wo denn die Stärken und Schwächen eines Individuums liegen, aber wenn es die Möglichkeit gibt, dies für alle schon im vornherein herauszubekommen, dann würde man sicher diese Variante wählen und könnte dann gezielt auf das Berufsziel, oder die Berufsziele hin arbeiten und keine Zeit mit Fächern vergeuden, wo man Dinge, die einem nicht liegen oder nicht gefallen (im schlimmsten Fall auswendig) lernen muss und die man später möglicherweise nie mehr benötigen wird. Sicherlich braucht es in vielen Fächern eine Grundbildung, um sich später im Leben (im schlimmsten Fall) alleine durchschlagen zu können, aber aus meiner Sicht keine Vertiefung für alle in Fächern, wie z.B. Algebra, Geometrie und evtl. Fremdsprachen (aber z.B. in der Schweiz kann dies wohl nicht schaden) und mehr kommt mir eigentlich gerade nicht in den Sinn.

Am stärksten zu hinterfragen ist aber, wie sich möglicherweise nur kurzzeitig erfolglose KünstlerInnen (also Enneagramm Typ Vier), oder Komiker (Typ Sieben) in einem System (welches ja Geld oder ein Einkommen nicht grundsätzlich für eine Leistung gewährleistet, sondern nur für solche Menschen, die mit ihrer Leistung erfolgreich sind) zurecht finden und ihren Lebensunterhalt finanzieren sollen, wenn er oder sie auch sonst keinen Job finden kann, für den der betroffene Mensch aber auch noch Fähigkeiten haben könnte. Dies betrifft folgende Künstler: Architekten oder andere Künstler der bildenen Kunst, Zeichnen, Gestaltung oder weitere Künstler der angewandten Kunst, Artistik, und andere Künstler der darstellenden Künste, oder spezielle Künstler wie Sänger, Instrumentalisten, Komponisten, Autoren (Bücher, Journalismus) und weitere Künstler, welche man nur schwerlich in eine der drei genannten Gattungen einordnen kann, Freie Künste?. Es betrifft zum Teil auch die Seelenflügel des Individualisten - den Typ Vier im Enneagramm, bzw. die Flügeltypen mit ihren Flügeln selbst. Beim Typ Vier währen dies der Typ 3 - z.B. Manager, Unternehmer, Schauspieler (einige Schauspieler könnten auch Vieren sein, weil die Drei einer ihrer Flügel ist), Politiker oder der Typ 5 - z.B. Physiker, Chemiker, Astronomen, Erfinder, etc. Es einfach unsozial und ungerecht, dass man sie dieser Chance beraubt, wenn sie unglücklich in ihrem zur Zeit ausgeübten Beruf sind oder vielleicht gar keinen Job haben, nur weil sie über ihre wahren Fähigkeiten (bzw. über ihre Hauptberufung) evtl. nichts wissen und somit diese auch nicht weiter trainiert haben oder diese gefördert wurden. Dies ist mit ein Grund, weshalb ich für ein bedingungsloses Grundeinkommen bin, nur schon wegen dieser aus meiner Sicht klarer Fakten. Also einen im Kapitalismus integrierten Sozialismus. Daneben müsste man natürlich dieses Typensystem weiter bekannt machen so wie es die Astrologie schon ist, was aber nur Sinn macht, wenn das Wissen um eine unsterbliche Seele überall vorhanden ist, ausser man denkt es gibt eine Seele (in der Zirbeldrüse im Gehirn), die aber mit dem Körper stirbt, dann besteht ja auch ein Wissen um die Seele.

Bei den im Artikel Übersicht über sämtliche Typensysteme und psychologische Testverfahren beschriebenen anderen Typensystemen gibt es solche, welche wohl von Menschen erstellt wurden, welche wohl einfach anhand von Psychologischen Testverfahren und dem bestehenden Wirtschaftssystem geschaut haben, wo welche Menschen ihre Fähigkeiten haben könnten und darum gibt es wohl auch solche mit 6, 8 oder 13 Typen? Es scheint immer einer oder sogar mehrere Typen schlichtweg nicht zu geben, welche im Enneagramm vorhanden sind und so werden sich einige auch in diesen Typologie Systemen keinem Typen zuordnen können? Absichtlich wurden diese anderen Typensysteme bestimmt nicht so erstellt, dass sie einfach (im Bewusstsein, es gibt die neun Seelentypen) gezielt auf das bestehende wirtschaftliche System abgestimmt wurden und nur Typen "kategorisiert" wurden, welche gut in dieses passen. Mit passen meine ich in diesem Fall, in einem Beruf zu arbeiten, um für andere den Diener zu spielen und für diese möglichst viel Geld zu erwirtschaften, statt selbstständig die Möglichkeit zu haben (im Erfolgsfall) Geld zu verdienen. Es scheint mir eher ein nicht wissen, denn ein nicht wissen wollen (Ignoranz) zu sein. Plus dem nicht glauben wollen oder können obwohl das wissen vorhanden ist. Nach dem Motto, was es nicht geben darf, gibt es auch nicht. Natürlich muss man auch in den "Diener Berufen" Erfolg haben oder sich zuerst mit den Ellbogen und allem was man hat gegen die evtl. grosse Konkurrenz durchsetzen, sich ständig weiterbilden, sich von befristeter Arbeitsstelle zur nächsten befristeten kämpfen, um eine Festanstellung betteln und hoffen dass man nicht in einem Beruf tätig ist, den es irgendwann einmal nicht mehr geben wird oder der schlichtweg weg-automatisiert wird, was ich persönlich selbst schon alles miterleben musste. Ein Patentrezept habe ich natürlich auch nicht, was man genau ändern könnte im Schul- und Wirtschaftssystem, damit alle Typen besser integriert werden könnten. Es gibt ja auch zu wenige Lehrer (in der Schweiz) und diese müssen mit immer grösseren Klassen arbeiten und können so gar nicht mehr gezielt auf die Stärken der Schüler eingehen und diese fördern. Und an Geld für das Bildungssystem mangelt es natürlich auch noch ständig. In Dänemark arbeiten angeblich Personalfachleute mit dem Enneagramm, aber wohin wollen sie die künstlerisch, kreativ Begabten vermitteln oder einen Journalisten, wenn es keine oder nur wenige Stellen gibt, oder es sich z.B. um einen Schriftsteller handelt? In meinem Fall wären wohl ideale Berufe z.B. Lehrer (früher) oder heute irgend etwas mit Journalismus, was aber beides eine Matura voraus setzt und somit das Gymnasium.

Dieser Meinung, dass einige Persönlichkeiten eigentlich für einige Ausbildungen und Berufe weniger oder gar nicht geeignet sind und es so mit falsch sei, dass man sich nur nach der Konjunktur, bzw. dem wirtschaftlichem Bedarf orientiert, ist auch Gerhard Ahnen von Enneapart. Er geht in seinem Artikel noch weiter, lesen Sie selbst. Enneagramm Germany schreibt: "Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch eine besondere Begabung und eine eigene Biographie hat, jeder Mensch ist einzigartig". Begabung setze ich persönlich gleich mit Talent, Fähigkeit oder sogar angeborenen Fähigkeiten. Das Enneagramm ist der Weisheitsschlüssel zu unserem Potential als Mensch und führt uns zu unserer wahren Bestimmung schreibt Leelacoaching.


Die Seelentore

Auf der Suche nach guten Enneagramm Seiten bin ich noch auf diese Seite gestossen, wo die neun Seelentore erklärt werden. Wie ich festgestellt habe, stehen sie genau in der Reihenfolge der Neun Enneagramm Typen von Eins bis Neun. Also das Tor der Ideale für Typ Eins. Das Tor der Grosszügigkeit für den Typ Zwei. Das Tor der Inspiration für den Typ Drei. Das Tor der Kreativität für den Typ Vier. Das Tor der Erkenntnis für den Typ Fünf. Das Tor der Zuversicht für den Typ Sechs. Das Tor des Lernens für den Typ Sieben. Das Tor der Kraft für den Typ Acht. Das Tor der Werte für den Typ Neun. Sie beschreiben ausführlicher die in der Tabelle erwähnten Schlagwörter für die Aspekte "Eigenschaften des erlösten Typs" bzw. "erlöste Haltung" und zu jedem Tor gibt es noch einen Leitsatz. Ausser beim Typ Sechs gibt es noch schöne Bilder dazu.


Die Seelenkinder - Das innere Kind

Der Punkt, der beim inneren Fluss (wenn man ihm in umgekehrter Richtung folgt) vor dem eigenen steht, wird der Herzpunkt eines jeden Typs genannt. Es handelt sich um den Trost-, oder Relaxpunkt (siehe oben unter Stress- und Relaxpunkte). Der Herzpunkt wäre also beim Typ Sechs beispielsweise der Typ Neun. Er stellt insofern das Herz des in Pfeilrichtung folgenden Enneatyps dar, als er auf der psychodynamischen Ebene einer tieferen der sieben Seelenschichten entspricht. Jeder Typ kann gem. Sandra Maitri als Seelenantwort und Seelenreaktion auf seinen Herzpunkt verstanden werden. Im Diamond Approach (Diamanten-Ansatz) ist Ali Hameed Almass (siehe auch seine Theorie zu den Löchern in den Links ganz unten) zu dem Verständnis gelangt, dass die Eigenschaften unseres Herzpunktes den problematischsten Strukturen unserer Seele entsprechen, welche er das Seelenkind nennt, wie Sandra Maitri in ihrem Buch schreibt. Das Seelenkind des Typ Fünf wären also die Aspekte des Typ Acht.

Das Seelenkind sei ein Anteil unserer Bewusstseins, dessen Entwicklung gehemmt wurde, als wir noch sehr jung waren, und der deshalb nicht gemeinsam mit den restlichen Teilen gereift ist. Darum fühle sich dieser Anteil des Bewusstseins in unserem Erleben wie ein Kind an. Die Eigenschaften dieses Kindes, die denjenigen des Herzpunktes entsprechen, seien für das Umfeld des Kindes aus irgendeinem Grund (möglicherweise) nicht annehmbar gewesen und darum habe das Kind gelernt diese Aspekte zu unterdrücken. Da die Eigenschaften des Seelenkindes nicht akzeptiert wurden, habe es andere entwickelt, die dem folgenden Punkt (also dem Stresspunkt - z.B. bei der Vier die Sieben oder die Eins (siehe oben unter Stress- und Relaxpunkte) im inneren Fluss des Enneagramms entsprechen. Wir können die Gegenwart des Seelenkindes wahrnehmen, wenn unsere Handlungen nicht mit unserer objektiven Wahrnehmung dessen übereinstimmen, was getan werden muss, und wir uns daraufhin gespalten und nicht im Einklang mit uns selbst fühlen - was uns angeblich eine Menge Energie koste, wenn wir versuchen unsere erwachsenen Bestrebungen gegen seinen Willen durchzusetzen versuchen. Wie alle Kinder sei dieses Kind vom Lustprinzip gesteuert und wolle nur Dinge tun, die ihm Spass machen und Vergnügen bereiten. Wenn unsere Arbeit an uns selbst nicht auch das Seelenkind ins Bewusstsein bringt und integriert, ist auch sie leblos und ohne Erfüllung. Von einer wahren Transformation könne nur die Rede sein, wenn auch diese Struktur in unser Bewusstsein integriert sei. Je weniger wir uns des Seelenkindes bewusst seien, desto eher bestimme es uns und manifestiere sich in allerlei Verhaltensweisen und verborgenen Beweggründen, die uns das Leben schwer machen.

Zum Herzpunkt gehöre ein idealisierter Aspekt, da unserer Seelenkind die gleichen Eigenschaften und Charakteristika wie der Herzpunkt besitzt und in seinem Kern den idealisierten Aspekt trägt (siehe auch Idealisierung in der obigen Tabelle). Die Eigenschaften des idealisierten Aspektes unseres Herzpunktes entsprechen unserem Kern angeblich viel mehr als unserem eigenen Enneagrammtyp - was aus meiner Sicht für mich persönlich eigentlich zutreffen würde. Es seien diese Eigenschaften, die unserer Seele am meisten fehlen. Im Buch von Sandra Maitri wird das Seelenkind jeden Typs noch kurz ausführlich beschrieben (siehe dort). Einige, die das Buch gelesen haben, schreiben in diesem Forum darüber, aber wahrscheinlich haben es einige nicht ganz verstanden, da gem. dem Buch ein Typ nur ein Seelenkind hat - es gibt dort sehr viele Beiträge über das Thema Seelenkinder. Für den ökumenischen Arbeitskreis Enneagramm, sind die "Fixierungen" die Notlösungen, welche das innere verletzte Kind gewählt hat, um zu überleben.


Gefahren im Umgang mit dem Enneagramm

Sandra Maitri spricht in ihrem Buch noch eine Warnung aus und ich möchte diese hier auch noch kurz zusammenfassen. Der präsentierte Stoff sei sehr machtvoll und müsse mit grösster Sorgfalt behandelt werden. Die Arbeit mit dem Enneagramm kann zu bedeutenden Bewusstseinserweiterungen führen und auf der andere Seite tief verletzen, da es unsere Aspekte und die anderer bewusst macht, welche die Abwehrmechanismen der Persönlichkeit tunlichst zu verbergen trachten. Dies könne zwiespältige Gefühle bei Menschen hervorrufen, die von der Erleichterung darüber, dass das Verborgene offenbart wurde, bis zu einem tiefen Unbehagen reichen können. Man könnte sich auch einfach Angegriffen fühlen, wie es bei mir zum Teil der Fall war, als ich das Buch von ihr las, aber als tief verletzt würde ich dies jetzt nicht bezeichnen, kann mir aber vorstellen, dass auch dies möglich ist. Zum Beispiel fühlte ich durch einige meinem Typ Vier auf dieser Internetseite zugeordneten Schwächen im ersten Moment verletzt, danach aber eher ein wenig verärgert, weil ich mich nun wirklich nicht als arrogant (sondern eher als gebildet und bescheiden) und schon gar nicht als chaotisch oder unzuverlässig bezeichnen würde. Unter anderem wegen meiner Zuverlässigkeit wurden bei mir wohl einige meiner temporären, befristeten Arbeitsverträge verlängert. Weiter könne es ziemlich beunruhigend sein, das, wofür wir uns gehalten haben, wirklich in grossen Zügen zu durchschauen und sogar zu erkennen, dass unsere Erfahrungen unser selbst auf einer grundlegenden konzeptuellen Verzerrung beruhe. Wenn wir die heiligen Ideen wirklich erfahrend begreifen, müssen wir erkennen, wie wenig wir bislang im Einklang mit ihnen gelebt haben. Das Ausmass unserer Entfremdung von unseren Tiefen wird offenbar. Doch ohne eine derartige Konfrontation sei wahre Veränderung unmöglich. Im Idealfall sollte uns das Enneagramm helfen zu verstehen, wer wir zu sein glauben, damit wir anfangen können, die Knoten der Identifikation zu lösen. Es kann auch helfen, klarer zu verstehen, wie und warum andere so handeln, fühlen und denken, wie sie es tun und damit unsere Herzen für ein mitfühlendes Verstehen öffnen.

Die Informationen sollen Bewusstsein und Entfaltung unterstützen. Sie können allerdings angeblich auch leicht von der Persönlichkeit benutzt werden, um sich auf verschiedene Arten selbst zu erhalten. Eine Möglichkeit ist, dass Material als Grundlage zu nutzen, um sich selbst und anderen zu verurteilen und dadurch ihre inneren Positionen von Richtig und Falsch aufrechtzuerhalten. Die letzten beiden Sätze von Sandra Maitri verstehe ich nicht wirklich und ich denke, dass es sehr wohl ein richtig und ein falsch gibt, wie ich es schon unter "ob man nur ein Typ sein kann und ob sich dieser ändern kann, erwähnt habe", obwohl dies ja eigentlich nicht auf die einzelnen Persönlichkeiten bezogen war, sondern ich damit z.B. politische Einstellungen gemeint habe. Es sei von immenser Wichtigkeit, das dargestellte Material nicht mit Werturteilen oder Selbsteinschätzungen zu überfrachten, so schwer das auch fallen möge, geht es im Buch weiter. Das Material selbst sei "neutral" es könne aber auf eine Weise genutzt werden, die nicht neutral ist. Eine weitere Möglichkeit bestehe darin, dass wir unsere Identifikation mit einem bestimmten Enneatyp benutzen, um eine neue, verbesserte Identität für uns selbst zu schaffen. Das ist, als würden wir dem alten Inhalt eine neue und schickere Verpackung geben. In beiden Fällen entwickele sich überhaupt nichts - nur die Persönlichkeit werde verstärkt. Wir haben es also beim Enneagramm mit sehr machtvollen Informationen zu tun über die innersten Beweggründe eines Menschen, mit denen wir wegen der Auswirkungen, die dieses Wissen auf ihn haben kann, sehr sorgfältig umgehen müssen - ganz gleich, ob wir ihn korrekt einordnen oder nicht. Sie habe es schon oft erlebt, dass ein Mensch sich selbst falsch eingeordnet habe oder er von anderen einem falschen Typ zugeordnet wurde und so hat sich dieser Mensch auf den Typ konzentriert, der ihm zugewiesen wurde, und darüber die wesentlichen Anteile seiner eigenen Struktur übersehen. Einige haben dann dem Enneagramm ganz abgeschworen, weil sie es ungenau fanden.


Spirituelle Transformation als Ziel der Arbeit mit dem Enneagramm? - Spirituelle Entwicklung und essenzielle Aspekte

Die Arbeit an der spirituellen Entwicklung bringt gem. Sandra Maitri mit sich, dass wir uns erneut mit den spirituellen Tiefen unserer Seele, unserer essenziellen Natur verbinden. Diese Verbindung sei uns in der frühen Kindheit allmählich abhanden gekommen. Dieser Kontakt mit unseren Tiefen wird in einigen spirituellen Schulen als "der Fall" bezeichnet. Dieser Fall ist kein einmaliges Erlebnis, wie manche Lehren anzudeuten scheinen, sondern vollzieht sich allmählich in den ersten vier Lebensjahren, während wir die Entwicklungsstufen durchschreiten, in denen bestimmte Aspekte im Vordergrund stehen. Irgendwann ist ein kritisches Gleichgewicht überschritten, und der gesamte essenzielle Bereich ist dem bewussten Gewahrsein nicht mehr zugänglich. Essenz ist das Wesen der Seele. Der Fall bedeutet also nicht den wirklichen Verlust der Essenz. Wir verlieren einfach nur den Kontakt zu ihr. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn sie bedeutet, dass der essenzielle Bereich zu allen Zeiten gegenwärtig ist - wir haben ihn nur "vergessen" oder aus dem Bewusstsein verbannt. Der Kontakt zur Essenz sei in jedem Moment vorhanden und kann von dem, was und wer wir sind, nicht getrennt werden, er ist jedoch zu einem Teil unseres Unterbewusstsein geworden. Dieses Wissen bildet die Basis für einige spirituelle Lehren, die behaupten, dass wir bereits erleuchtet sind. Eine mögliche Sichtweise der spirituellen Entwicklung könnte also sein, dass es darum geht, das Unbewusste bewusst zu machen.

Essenz sei kein gleichbleibender Zustand und statisches Erleben. Vielmehr könne sie in Form von Qualitäten wie Mitgefühl, Frieden, Akzeptanz, Unfehlbarkeit, Stärke, Erfüllung, Liebe, Mut, Wille, Werte, Selbstwertgefühl, Klarheit, Lust, Kontaktfähigkeit, Glaube, Selbstbewusstsein (wer oder was bin ich?), Offenheit, Ehrlichkeit, Weite (Denken mit Weitblick?), Intelligenz (und Emotionale Intelligenz) und so weiter in unserem Bewusstsein auftauchen und ihren jeweils ganz eigenen Duft und Geschmack mit sich bringen. Diese vielfältigen Manifestationen oder Erscheinungsformen unserer Essenz oder wahren Natur werden als essentielle Aspekte bezeichnet. Kurz gesagt geht es bei der Methode auf der das Buch von Sandra Maitri beruht, einfach nur darum, zu lernen, im eigenen Körper, in den Emotionen und in den Gedanken völlig gegenwärtig zu sein und das, was wir dort vorfinden, zu untersuchen und zu erforschen. Mit einer forschenden und wissbegierigen Haltung in der Gegenwart, wenn wir in unserer inneren Welt nichts für selbstverständlich oder gegeben hinnehmen, enthülle sich uns die Beschaffenheit unserer Seele. Beim Wort Gegenwärtigkeit kam mir gleich das Wort Achtsamkeit in den Sinn, welches z.B. noch als eine weitere Qualität gesehen werden könnte. 

Der essenzielle Bereich, welcher bei der Geburt vorhanden sei, würde interessanterweise laut Freuds eigener Beschreibung zum "Es" gehören, obwohl Freud die spirituelle Dimension weder in seine Theorien noch in seine Schriften je einbezog. Sich mit der spirituellen Arbeit zu befassen, ohne zugleich an der Persönlichkeit zu arbeiten, führt üblicherweise dazu, dass tief sitzende Themen nicht gelöst werden und unsere Spiritualität nicht wirklich integriert wird. Auf der anderen Seite baut psychologische Arbeit in der Regel zu stark auf der Überzeugung auf, dass der Bereich der Persönlichkeit letztlich wirklich ist. Obwohl sich wahre psychologische Einsicht nur in Momenten einstelle, in denen uns ein blitzartiges Verstehen (z.B. durch eine Eingebung) zuteil wird, das unsere Seele zutiefst berührt, kommt die Vorstellung, in unserem Erleben gegenwärtig zu sein, in der psychologischen Theorie angeblich nicht vor. Durch diese Erkenntnisse werde das Enneagramm wahrlich zu einem Werkzeug für die authentische spirituelle Transformation. In diese innere Arbeit müsse auch das Seelenkind integriert werden.

Das sich selbst reflektierende Bewusstsein hat seinen Ursprung in körperlichen Empfindungen, und unser Gefühl dafür, wer und was wir sind, wir automatisch mit dem Körper in Verbindung gebracht. Auf einer tieferen Ebene entspricht die unserem Enneagrammtyp zugehörige Tugend genau der Eigenschaft, die wir brauchen, um uns objektiv so zu erleben, wie wir wirklich sind. Das "Ich" sagte Freud, ist vor allem ein Körper-Ich. Diese Identifikation mit dem Körper und seiner faktischen Getrenntheit bilde die Basis für unsere Selbstdefinition, die uns von unserem frühkindlichen Bewusstsein abschneide, in dem alles als eine Ganzheit erfahren wird - als genau jene Einheit, die auch in tiefen spirituellen Erlebnissen erfahrbar ist, wie wir den Berichten von Mystikern aller Zeiten entnehmen können. Wenn wir mit unseren Körpern und daher mit unserer Getrenntheit konfrontiert sind, erleben wir uns nicht als eine einzigartige Manifestation oder Verkörperung des Einen und auch nicht als verschiedene Zellen im einen Körper des Universums, sondern als endgültig getrennt und deshalb vom Rest der Wirklichkeit abgeschnitten. In Momenten hingegen, wo die scheinbare Getrenntheit zu diesem frühkindlichen Bewusstsein aufgehoben ist, erkennen wir, dass unser wahres Wesen mit dem Wesen von allem, was existiert, eins ist. Erstaunlicherweise bin ich für mich durch intensive Lesearbeit im Internet und Denkarbeit zu einer ähnlichen Schlussfolgerung gekommen, was unserer Universum betrifft, bzw. unser Sonnensystem, etc., ich werde dazu im Bereich "Deutung des Universum" noch mehr Material zusammentragen und auch noch mehr persönliche Gedanken dazu schreiben. Ein weiteres Ziel der spirituellen Transformation (nebst dem Versuch Unbewusstes bewusst zu machen) ist gem. Enneagramm-LehrerInnen, wie es weiter oben beim unverfälschten Trieb bereits erwähnt ist, die Auflösung der Identifikation mit der Gesamtpersönlichkeit oder des Ich's, was eigentlich in gewissen Bereichen dem Nirwana im Buddhismus entspricht, obwohl dessen Bedeutung noch weiter geht.

Die Essenz - das Wesen unseres Bewusstseins oder unseres Unterbewusstsein (der Seele) - besitzt viele verschiedene Eigenschaften (siehe weiter oben aufgezählte Qualitäten - einige sind aus dem Buch, andere aus Artikeln im Internet oder solche, die ich für gute Qualitäten der Essenz halte), die als die essentiellen Aspekte bezeichnet werden. Die wahre Natur unserer Seele ist also gegeben, aber sie nimmt entweder verschiedene Eigenschaften an, oder die Eigenschaft, mit der sie besonders im Kontakt ist, verändert sich. Eine Suffigeschichte berichtet von fünf blinden Mullahs, die einen Elefanten berühren, wie sie wissen wollen, wie er aussieht. Jeder bekommt einen anderen Körperteil zu fassen, worauf sie alle einen unterschiedlichen Eindruck von dem Tier bekommen. Auf dieselbe Weise steht jeder Aspekt für eine andere Eigenschaft unseres wahren Wesens, obwohl alle Teil des selben Dings sind. Die Essenz (auch Wesenskern, Form, Gestalt, Urbild oder Idee genannt) mag uns verschiedene Gesichter zeigen, aber dennoch bleibt sie immer eins.


Für die Psychologin Padma Wolff sind die Enneagrammtypen, bzw. die einzelnen Ego's reine Abwehrstrategien, welche nicht funktionieren und auch unnötig seien:

 


Informationen zur spirituellen Transformation von Seiten aus dem Internet:

Der Begriff Transformation wird im Enneagramm in zweifacher Hinsicht gebraucht: Zum einen dient dieser Ausdruck dazu, eine Möglichkeit zu beschreiben, auf Anforderungen und Probleme anders als mit den üblichen Reaktionsmustern; Aggression, Rückzug oder Anpassung zu antworten. Transformation in diesem Sinne bedeutet vielmehr, die positiven Seiten der jeweiligen Anforderung und des jeweiligen Problems herauszuschälen und die eigene Reaktion gerade auf diese förderlichen Gesichtspunkte auszurichten. Zum anderen beinhaltet Transformation (die Umformung) den Gedanken, bei der Arbeit mit dem Enneagramm über die psychologische Ebene hinaus sich (wie weiter oben) dem spirituellen Bereich zuzuwenden.

Was ist spirituelle Transformation? Ethik Codex der internationen Enneagramm Gesellschaft
Integraler Yoga - spirituelle Transformation Die Theorie der Löcher von Ali Hammed Almaas
Wandlung - Transformation (Erfahrungsberichte) spirituelle Transformation des Bewusstseins

Siehe auch

- Seele - Instrument des Geistes

- Übersicht über sämtliche Typensysteme und psychologische Testverfahren

- Konstitutionstyp - Viersäftelehre

- Selbsterkenntnis mit Hilfe der Astrologie - Teil 1-5

- Angeborene Fähigkeiten / Veranlagungen


weitere Enneagramm Seiten, die nicht bereits im Text verlinkt sind

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 13. Januar 2016 17:46

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