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Energiepolitik im 21. Jahrhundert (Teil 1)

In diesem dreiteiligen Artikel über die Energiepolitik sind sämtliche heute verfügbaren Energieträger und solche, welche sich noch in Entwicklung befinden aufgelistet. Der erste Teil liefert eine Übersicht über Kraftwerke aus fossilen Rohstoffen plus Geothermiekraftwerke - graue Energie, weil irgend etwas schädliches für die Umwelt, das Klima oder den Menschen während der Stromproduktion ausgestossen wird oder ausgestossen werden kann - sowie deren Vor- und Nachteile. Desto dünkler der graue Balken, um so schädlicher sind die Kraftwerke für die Umwelt, bzw. das Klima oder Lebewesen.


Inhaltsverzeichnis[Verbergen]

1.) Kraftwerke aus fossilen Rohstoffen (nicht nachhaltig, nicht gut für die Luft/Klima, gefährlich/gesundheitsgefährdend und nicht umweltfreundlich)

- Kohle-Kraftwerke (Braun- und Steinkohle) - Kohlechemie

kohlekraftwerk-Deutschland

Wie funktioniert ein Kohlekraftwerk?

Integrated Gasification Combined Cycle

CO2-Abscheidung und -Speicherung

Smog

Vorteile: Zur Zeit (mit kurzfristigem Blickwinkel) ermöglichen sie noch günstigere Strompreise als die alternativen Energien. Es gibt noch viele Kohlevorkommen. Einige wenige Menschen, welche die Kraftwerke besitzen (welche sie vielleicht vom Vater geerbt haben) können viel Profit mit diesen Kraftwerken machen, aber ist das wirklich ein Vorteil für das Allgemeinwohl und die Natur? Einige Ländern können nur an sich denken und sich mit dieser Energie dezentral organisieren, sich also unabhängig vom Ausland machen. Wenn die Kraftwerke einmal stehen, benötigt es immer noch Arbeitsplätze, welche das Kraftwerk überwachen, etc. sowie durch den Bergbau gibt es zusätzliche "sichere" Arbeitsplätze. Die Leistung ist je nach Kraftwerk, bzw. nach Anzahl installierter Blöcke extrem hoch.


Nachteile: Es ist keine Primärenergie, die Kohle muss für das Kraftwerk zuerst aufbereitet werden. Auch nach der Aufbereitung ist es eigentlich (aus der Sicht der Natur) das schlimmste aller möglichen Kraftwerke, die man bauen kann, wobei die Braunkohle noch ein wenig schlimmer ist als die Steinkohle. Mit der Verbrennung von Kohle in den Kraftwerken werden trotz Filterung nebst dem hohen CO2-Austoss, Schwefel-Austoss auch noch radioaktive Teilchen in die Luft geblasen. Ausserdem gibt es hohe Lachgas-Emissionen (310x stärkeres Treibhausgas als CO2). Es bleiben umweltunverträgliche Restbestände nach der Verbrennung, die mühsam und aufwendig "entsorgt" werden müssen. Kohlevorkommen sind endlich. Bereits der Kohlebergbau verursacht relativ hohe CO2-Emissionen und diese bleiben ja ständig vorhanden, da das Kraftwerk Nachschub braucht. Ganze Siedlungen werden dem Erdboden gleich gemacht, nur um an die Kohlevorkommen zu gelangen. Auch Berge werden zerstört, um das Material zu beschaffen (Beispiel USA). Die Arbeitsplätze sowohl beim Kraftwerk und insbesondere im Bergbau können gesundheitsschädlich und sehr gefährlich sein (sind solche Arbeitsplätze erstrebenswert?). Alleine in China kommen jedes Jahr mehrere tausend Kumpel ums Leben - Die genaue Zahl kennt niemand, weil viele Unglücke vertuscht werden oder nicht in Statistiken auftauchen.


Kommentar: Anstatt Geld in die Forschung für erneuerbare und alternative Energien zu investieren will man die Kraftwerke um jeden Preis weiter am laufen halten und versucht nun das CO2 abzuscheiden und tief in der Erde "sicher" zu lagern. Dabei gibt es Risiken für das Grundwasser, welches durch Schadstoffe verseucht werden könnte. Weltweit brennen unterirdische Kohleflöze (Kohle führende Schichten im Berg) - unter anderem durch Unachtsamkeiten beim Abbau von Kohlevorkommen. Steinkohle-Verband fälschen Temperaturstatistiken (2008) - warum haben diese so etwas nötig? Das schlechteste Beispiel insgesamt ist eigentlich Australien, da das Land seine Energie zu 80% aus solchen Kraftwerken bezieht. Der Hammer ist aber, das man nun die Schuld auf wehrlose Kamele schiebt, welche angeblich eine Pest seien, wegen dem hohen Wasserverbrauch und dem Methan-Austoss und Tim Moore (Händler für Verschmutzungszertifikate) schlug vor man solle diese abschlachten. Kamele töten anstatt auf saubere Energie zu setzen, ich glaubte zuerst ich hätte mich verlesen. Wenn die Kamele-Vermehrung wirklich so ein Problem ist, warum hat zum Beispiel nicht schon längst jemand versucht diese zu kastrieren? Australien wäre doch ein idealer Standort für z.B. Solarkraftwerke. Unglaublich, unfassbar, unvorstellbar und schockierend ist für mich insbesondere, wie viel Kohle Tag und Nacht verfeuert wird - z.B. werden in einem Block des Braunkohlekraftwerks Niederaussem (Deutschland) je Stunde rund 850 Tonnen Rohbraunkohle verbrannt - oder bei einem Kohlekraftwerk in Krefeld werden täglich 6'000 t Kohle verbruzzelt. ausgeCO2hlt.de -Kampagne für den sofortigen Braunkohleausstieg. Es ist für mich nicht verständlich/ersichtlich, aus welchen Gründen 2013 noch immer Kohle verbrannt wird in Kohlekraftwerken, wenn es seit Jahrzehnten die Kohlevergasung [1] [2] gibt, womit die Emissionen reduziert werden könnten.

Es gibt nebst CO2-, Schwefel-, Lachgas-, radioaktiven Teilchen auch noch hohe Feinstaub-Emissionen bei Kohlekraftwerken. Experten warnen vor Feinstaub-Belastungen durch Kohlekraftwerke. Endlager für CO2 - wie gefährlich ist das? Raus mit dem Erdgas und rein mit dem CO2 ins Meer (Abbau von Erdgas und Verpressung von CO2 = Erdbebengefahr). Grüne machen den Weg frei für Kohlekraftwerk in Deutschland. Deutschland will Dreckschleudern aus Klimafonds subventionieren (2011). Der teure Traum von der sauberen Kohle (2011).

Kohlekraftwerk unwirtschaftlich? (2012). US-Umweltschützer machen Betreibern von Kohlekraftwerken das Leben schwer (2012). Anti-Kohle: 3 Tage Waldbesetzung (2012). Umweltschäden durch Kohleabbau - Mountaintop Removal (2012). Kohle zu teuer: Indien leidet unter Blackouts (2012). Gleissblockade auf Hambach-Kohle-Bahn (2012). Kohlezug-Blockade im Rheinland (2012). Comeback der Braunkohle - Die ganze Welt im Kohle-Rausch (2012).

Weshalb der Treibhausgasausstoss der Kraftwerke kaum zurückgeht (2013). Tonnen von Eisenschlamm aus alten Braunkohletagebauen töten nach und nach das Leben in der Spree und ihren Nebengewässern (2013). Ein Ewigkeitsproblem der Braunkohle (2013). Gaskraftwerke in den Niederlanden aus dem Markt gedrückt und durch günstigen Kohlestrom aus Deutschland "ersetzt" (2013). Heimat zwischen Schaufelrädern (2013). China will 2'000 kleine Kohlebergwerke schliessen (2013). Sieben Bergleute sterben bei Grubenexplosion in China (2013). Bühne frei für den Klima-Killer (2013). Reporter haben in grossen Kohle-Abbaugebieten von Kolumbien und im US-Bundesstaat West Virgina gefilmt und recherchiert: "Böse Mine – gutes Geld" (2013). China bremst globalen Kohleverbrauch - Allerdings testet China dem Report zufolge derzeit eine Reihe von Projekten, Kohle in flüssigen Treibstoff oder Gas umzuwandeln (2013).

2013 wurde in Deutschland mehr vom umweltschädlichsten aller Energieträger - Braunkohle - verstromt als je zuvor (2014). 300'000 in USA nach Chemieunfall Tage ohne Leitungswasser - er in den Fluss ausgetretene Stoff wird bei der Kohleverarbeitung verwendet (2014).

Film ab gegen Kohlekraft:



- Öl-Kraftwerke (inkl. Ölschiefer, ÖLSAND und Rohöl, welches durch Erdölraffinerien zu Benzin, Kerosin, Heizöl und Diesel, Schweröl, etc. verarbeitet wird)

iraq-oil-power

Wie funktioniert ein Ölkraftwerk?

Erdölpipelines

Blockheizkraftwerke

Gasturbinenkraftwerke

Smog

Sommersmog

Entwicklung der Ottokraftstoffe

Erdölvereinigung Schweiz

umfangreiches Dossier zum Thema Erdöl

Vorteile: Einige wenige Menschen, welche die Kraftwerke, bzw. die Ölfelder besitzen (welche sie vielleicht vom Vater geerbt haben) können viel Profit mit diesen Kraftwerken machen, was kein Vorteil für das Allgemeinwohl und die Natur ist. Es benötigt weniger Öl als Kohle, um dieselbe Hitze für ein Kraftwerk zu erzeugen. Die Umweltbelastung ist normalerweise niedriger als bei Kohle.


Nachteile: Es ist keine Primärenergie, weil das stinkende, heisse, schwarze Erdöl vor Gebrauch aufwändig gereinigt werden muss, bevor das Rohöl genutzt werden kann. Die Förderung kann Wasser und CO2 benötigen. Mit der Erdölförderung sind erhebliche Umweltschäden verbunden - sogar Millionen von Tonnen radioaktiver Rückstände fallen jährlich an. Die Erdölreserven werden eines Tages ausgeschöpft sein. Es besteht hier eine Abhängigkeit zu Ländern, welche Öl fördern, aber in diesem Fall scheint dies für kaum ein Land ein Problem zu sein im Vergleich mit einem oder mehreren grossen zentralen Solarkraftwerksprojekten in Wüsten. Die Aufspürung von neuen Ölquellen ist sehr kostspielig. Es gibt Gestein, welches nicht durchbohrt werden kann. Die Raffinerien verursachen ebenfalls Umweltschäden. Nach der Installation der Infrastruktur bleiben eigentlich nur noch wenige Arbeitsplätze übrig (ausgenommen bei den Raffinieren), da die Ölförderung weitgehend automatisch abläuft. Bei der Kraftstoffherstellung kommt es zu Lachgas-Emissionen (310x stärkeres Treibhausgas als CO2), ebenso könne es angeblich beim verbrennen von Benzin in Fahrzeugen mit einem Dreiwegkatalysator zu solchen Lachgas-Emissionen kommen - nebst den hohen CO2-Emissionen. Die Ölindustrie arbeitet zum Auffinden von Erdöl unter dem Meeresboden mit unterschiedlichen Frequenzen von akustischen Wellen. Diese erzeugen sogenannte Blasen, die nicht sichtbar sind. Der Schall und seine Auswirkungen verursachen bei Delfinen, Robben und Walen schwere Schäden, die zum Tode führen können.

Unfälle: Liste bedeutender Ölunfälle (Wikipedia). Im Jahr 2010 gab es eine schlimme Ölpest im Golf von Mexiko, welche nebst den Atombombentests als eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in den USA gilt. Ölpest: Brauner Dreck erreicht Chinas Küste (2011). Delfin- und Walsterben im Golf von Mexiko geht laut US-Studie weiter (2012). Nigeria: Jeden Tag ein Ölunfall (2012). MSC Chitra verlor im Hafen von Mumbai mehr als 800 Tonnen Öl (2012). Leck bei einer Ölbohrplattform vor Brasiliens Südostküste - ca. 3'000 Fässern Öl ausgelaufen (2012). Schweiz: Tanklastwagen umgekippt und in Flammen aufgegangen (2013). Studentin starb wegen Ölheizung Wie Marias Tod ihre Familie zerstörte (2013). Pipeline-Unfall: Ölpest bedroht Zyperns Küste (2013). Tausende Liter Öl im Golf von Thailand ausgelaufen (2013). Die verheerenden Folgen von Ölkatastrophen (2014).


Kommentar: Es gab wegen des Öls schon zahlreiche Kriege und weitere werden möglicherweise folgen, wenn sich nichts ändert. Einige Länder mit hohem Erdölvorkommen wie Afrika profitieren selbst kaum und wenn dann nur wenige (wie bei ihren restlichen Bodenschätzen), also gleich wie auch in anderen Ländern mit Erdölvorkommen. Great Game um Afrika. Multis wie Exxon, Shell und Co. profitieren vom teuren Öl. Auf die Öl-Förderung sollte man der Umwelt zuliebe so bald wie möglich ganz verzichten und auf erneuerbare (saubere) Energien setzen. Tabellen und Grafiken zum Thema Erdöl. Erdöl (insbesondere Benzin, Heizöl und Kerosin) liegt im weltweiten Energieverbrauch an erster Stelle (Wikipedia).

Russland beliefert China über neue Mega-Pipeline (2011). Riskante Öl-Bohrungen (2011). Heizen mit Öl wird immer teurer (2011). Rohstoffe in der Arktis: Der 9-Billionen-Dollar-Schatz unter dem Eis (2011). Illegale Öl-Raffinerien - verfluchter Bodenschatz im Nigerdelta (2011).

Kambodscha will Öl aus dem Iran importieren (2012). Grosse Ölvorkommen in Uganda gefunden (2012). Russland und Venezuela erschliessen gemeinsam riesige Ölfelder am Orinoco-Gürtel (2012). Japan gewährt Venezuela Kredit für Entwicklung von Erdölbranche (2012). Iran: China investiert 20 Milliarden US-Dollar in iranische Ölfelder (2012). Erdöl in der Schweiz: Erfolglose Suche nach Schwarzem Gold (2012). Erdölprodukte deckten 2011 in der Schweiz 54 Prozent des Energiebedarfs ab (2012). Mythos: Das Öl reicht noch 40 Jahre (2012). "Peak Oil ist jetzt" (2012). Nordsee-Öl ist bald aufgebraucht (2012). "Schwarzes Gold": Experten uneinig über voraussichtliches Ende der Erdöl-Vorräte (2012). USA: Ölvorräte für 200 Jahre in einer einzigen Schieferformation (2012).

Russland behauptet Spitzenplatz als grösster Ölproduzent (2013). Tausende demonstrieren in Washington unter anderem gegen eine Pipeline, die Öl aus Teersand von Kanada nach Texas transportieren soll (2013). Falsche Angaben; Autobauer geben Benzinverbrauch zu tief an (2013).  Gluthitze: Stadt Thun fordert die Bürger bereits auf, wegen des vielen Ozons das Auto stehen zu lassen (2013). Manila: Öltanker soll halbe Million Liter Diesel abgelassen haben (2013). Arktis: Russen stürmen Greenpeace-Boot (2013). Ecuadors Parlament genehmigt umstrittenes Ölprojekt in Nationalpark (2013). Brasilien: Fünf Konzerne ersteigern Riesen-Ölfeld vor Rio (2013). Grösstes Ölfeld der Welt in Australien entdeckt? (2013). Märchen vom Peak Oil wird klammheimlich begraben (2013). Die schmutzigen Hände von Chevron in Ecuador (2013). Verkehr: Diesel auf dem Vormarsch (2013). Öl-Wahnsinn in der Arktis Öl fördern? (2013). Öl-Teppich im Vierwaldstättersee (2013). Mexiko öffnet Tore der heimischen Ölindustrie (2013). Ölplattform vor Saudi-Arabien gesunken - ohne Folgen? (2013). Gazprom startet Ölbohrung in der Arktis (2013). Ganze Gemeinde nach Zugkollision evakuiert (2013). Die Verschmutzung der Meereslebensräume durch Öl-Bohrungen, Schiffsverkehr, Tankerunfälle, etc. hält nach wie vor an (2013). CO2-Abgabe auf Heizöl steigt in der Schweiz massiv an (2013).

Ausgelaufenes Öl fliesst in Zürichsee (2014). Kroatien: Öl und Gas in der Adria entdeckt (2014). Teersand schwappt nach Europa (2014).

Abgefackelt - Gas Flaring - Warum Ölkonzerne auf Klimaschutz pfeifen (2012):



- Gas-Kraftwerke  (Erdgas, Biogas und Autogas)

gaskraftwerk schweiz

so funktionieren Gas-Kombikraftwerke

Gas- und Dampf-Kombikraftwerk

Gasturbinenkraftwerk

Blockheizkraftwerk

Integrated Gasification Combined Cycle

GtL-Verfahren (Kraftstoff aus Gas für Dieselmotoren)

Power-to-Gas (EE-Gas)

Erdgaspipelines

Gasmotor

Vorteile: Gas-Kraftwerke sind im Vergleich zu Kohle- und insbesondere zu Atomkraftwerken sehr günstig und schnell gebaut und wären ein Mittel, um die Zeit zu überbrücken, bis die erneuerbaren oder alternativen Energien den gesamten Bedarf übernehmen können. Sie haben im Vergleich zu Kohle- und Ölkraftwerken einen niedrigeren CO2-Austoss, jedoch immer noch einen zu hohen, um die Energie der Zukunft zu sein. Es gibt keine Rückstände wie bei Kohle- Öl-, oder Atomkraftwerken. Zur Zeit (mit kurzfristigem Blickwinkel ist Gas noch günstiger als alternative Energie). Einige wenige Menschen, welche die Kraftwerke besitzen (welche sie vielleicht vom Vater geerbt haben) können viel Profit mit diesen Kraftwerken machen, aber ist das wirklich ein Vorteil für das Allgemeinwohl und die Natur? Evtl. können mit dem Gebrauch von Erdgas, welches vor allem in Ländern mit einem grossen Anteil armer Menschen vorkommt, diesen so ein wenig geholfen werden, wenn denn auch die Gewinne der "privaten" Inhaber sinnvoll für die gesamte Bevölkerung eingesetzt werden würden. Die Umweltbelastung ist niedriger als bei Kohle und Öl.


Nachteile: Abhängigkeit von anderen Ländern (bei Öl-, Kohle und Atom evtl. auch - warum hat man dann Angst vor einem oder mehreren zentralen Solarkraftwerken?). Die Erdgas-Vorkommen sind endlich. Bevor Gas transportiert werden kann, muss sein Volumen durch Kompression und Kühlung reduziert werden, was Energie benötigt und evtl. CO2-Emissionen verursacht. Es ist eine gefährliche Energie (durch Gasexplosionen in unterschiedlichsten Bereichen starben schon viele Menschen). Lange grosse Röhren müssen verlegt werden, bzw. wurden bereits verlegt, welche anfällig für Zerstörungen jeglicher Art sind. Nach Fertigstellung der Infrastruktur bleiben nicht mehr viele Arbeitsplätze übrig, so dass der Verlust von Arbeitsplätzen kaum als Argument gegen alternative Energien eingebracht werden kann.

Unfälle: Schweiz: Explosion am Türlersee: Augenzeugin: «Metall flog 200 Meter durch die Luft» - Beitrag im 10vor10 - Ursache der Explosion geklärt (2009). Schatz, lass uns zur Hölle fahren! - Krater von Derweze (2012). Riskante Förderung in der Nordsee (2012). Vor allem im Winter sterben in Russland täglich Menschen, weil wegen Verstössen gegen Sicherheitsbestimmungen viele Feuer ausbrechen (2012). Feuerinferno bei Wahlveranstaltung in Armenien - Gas-Ballone explodiert – über 140 Verletzte (2012). Unfallauto war gasbetrieben und drohte, in die Luft zu fliegen (2012). Schweiz: In Lausanne ist es wegen eines Gasgrills zu schweren Kohlenmonoxid-Vergiftungen gekommen (2012). Drama in Frankreich - Tote bei Einsturz von Sozialwohnungen (2013). Schwere Explosion mitten in Prag (2013). Gas-Explosion: Mindestens zwölf Tote bei Gas-Explosion in Argentinien (2013). Schweiz: Inferno und Explosionen auf Campingplatz (2013). Schweiz: Beim Grillieren Nachbar-Balkon abgefackelt (2014).


Kommentar: Es sollten viel mehr alternative Lösungen verwendet werden. Obwohl im Falle von Erdgas beim verbrennen (sowohl im Kraftwerk als auch bei Autos, Kochherden, Heizungen, Gasflaschen für den Grill, etc.) weniger Kohlendioxid und Methan in die Atmosphäre gelangt als bei Kohle oder Öl, ist auch dies keine nachhaltige Lösung. Genau so wenig wie das Biogas, welches eigentlich als erneuerbare Energie deklariert ist und man daher meinen könnte es sei gut für die Umwelt, aber z.B. die Produktion ist es eben schon einmal nicht. Aus der Angst heraus, dass man von Gaslieferungen abgeschnitten werden könnte (wie schon einmal kurzzeitig), bauen "Deutschland und Russland" nun an einer neuen teuren Pipeline durch das Meer (Ostsee) direkt nach Sibirien, obwohl es schon mehrere Landleitungen gibt. Der Skandal ist aber eigentlich, dass das ganze sechs Milliarden kostet - anstatt diese Milliarden in die Forschung, Weiterentwicklung und Erbauung von nachhaltigen und sauberen Energien zu investieren. Bei der Verlegung des Rohres wird auch noch der Meeresboden und Lebensraum für Tiere zerstört. Bis heute wurde bereits eine Pipeline verlegt, es ist geplant noch eine zweite Röhre zu verlegen - Gesamtinvestitionskosten 7,4 Milliarden Euro?

Das Erdgas wird schmutziger (2011). Erdgas riecht jetzt umweltfreundlich (2011). Neues vom E-Methan (2011). Schweiz: Gaskombikraftwerke sind umstritten (2012). Gas kostet in der Schweiz fast das Doppelte (2012). Gasfunde im östlichen Mittelmeer (2012). Schweiz: Steht im Seeland schon bald ein Gaskraftwerk? (2012). Europa und USA stossen 2011 weniger CO2 aus, u.a. weil man Gas statt Kohle verfeuere (2012). Gazprom investiert 30 Milliarden Euro ins Asiengeschäft (2012). Erdgas und Rohstoffe: Sitzen die Griechen auf immensen Reichtümern? (2012). Noch mehr Erdgas von Russland: Bau der South Stream Pipeline hat begonnen (2012).

Schweiz: Grosse Gasvorräte unter Genfersee entdeckt (2013). Schweiz: Der grosse Gas-Deal - Trans Adriatic PipelineNeue Pipeline wirft energiepolitische Fragen auf (2013). Der russische Gas-Export nach Europa hat ein Rekordhoch erreicht (2013).


- Fracking (Hydraulic Fracturing - Methode vor allem der Tight-Erdöl- und Erdgasförderung - Tight Gas oder Schiefergas)

Bohranlage in den USA

So funktioniert Fracking [1] [2]

Radioaktiver Abfall

Ergänzende Videobeiträge

Youtube-Videos über Fracking - meist geht es um Demonstrationen gegen das Fracking

Hydraulic Fracturing auch Fracking (deutsch auch hydraulische Frakturierung, hydraulisches Aufbrechen, hydraulische Risserzeugung oder hydraulische Stimulation) ist eine Methode vor allem der Erdöl- und Erdgasförderung, bei der in technische Tiefbohrungen eine Flüssigkeit („Fracfluid“) eingepresst wird, um im Reservoirgestein Risse zu erzeugen, aufzuweiten und zu stabilisieren. Die übliche Stimulation von Geothermie- und Grundwasser-Bohrungen ähnelt dem Fracking, kommt aber zum Teil ohne den Einsatz von chemischen Zusätzen und Stützmitteln aus.


Vorteile: Die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit der Gesteinsschicht wird erhöht, damit Fluide wie Erdgas, Erdöl oder Wasser leichter zur Bohrung hin fliessen können. Dies erhöht die Wirtschaftlichkeit der Erdöl- und Erdgasförderung.


Nachteile: Hohe Kosten, grosser Süsswasser- und Energieaufwand mit je nach dem welcher Energieträger eingesetzt wird Treibhausgasemissionen. Potentielle Umweltschäden: Verunreinigung des Grundwassers durch das Bohrwasser, Verunreinigung des Oberflächenwassers durch das zurückgepumpte Bohrwasser, Migration von Stoffen aus der Lagerstätte in anderen Schichten, Unfälle beim Abtransport des Brauchwassers, Methan-Emissionen falls es Lecks in Pipelines gibt und bei der Zwischenlagerung von Fracking-Wasser in offenen Tanks sowie Schallemissionen beim Bohren und regelmässigen Fracken. Darüber hinaus befürchten Kritiker, dass neben den kleinen und gewollten Mikrobeben auch grössere Erdbeben ausgelöst werden, was aber von Experten ausgeschlossen wird. Gesundheitliche Risiken: In verschiedenen Ländern werden aus medizinischer Sicht die möglichen und teilweise bereits bekannten gesundheitlichen Risiken des Frackings diskutiert. So ergaben Untersuchungen der Universität von Missouri in Columbia, dass beim Fracking eingesetzte Spülflüssigkeiten in das Grundwasser benachbarter Brunnen gelangten. "Von den eingesetzten Chemikalien waren mehr als 100 bekannte oder vermutete endokrine Disruptoren," die das sensible hormonelle Gleichgewicht stören können. Östrogenartig wirkende Substanzen fördern Unfruchtbarkeit und Krebs. An Andockstellen für das männliche Geschlechtshormon Testosteron anlagernde Stoffe können Missbildungen im männlichen Genitaltrakt und Unfruchtbarkeit verursachen. Siehe auch: Durch Fracking verseuchtes Trinkwasser brennt.


Kommentar: In den USA wird seit etwa Anfang der 2000er Jahre verstärkt Erdgas mittels Fracking gefördert. Initiativen zur Ausweitung der Fördertätigkeit auch in europäischen Ländern führten zu einer noch andauernden gesellschaftlichen Debatte, die vor allem um mögliche Umweltschäden und Erdbeben kreist. Schiefergas-Fracking: Zunehmender Protest in Polen (2012) - Gibt es Clean Fracking? (2012) - ExxonMobil-Manager: "Der Energiebedarf der Welt wird unterschätzt" (2012) - Angst um Trinkwasser: Am Bodensee soll nach Erdgas gebohrt werden (2012)

Fracking-Blase: Höhere Kosten und weniger Erträge als erhofft (2013) - Stoppt Fracking - Wir wollen die Neuen Energietechnologien (2013) - Fördermaximum für fossile Brennstoffe wird 2020 erreicht (2013) - Fracking verdreckt Trinkwasser (2013) - Schwarmerdbeben nach Fracking (2013) - Geheimvertrag verbietet Kindern Äusserungen über US-Energiefirmen (2013) - Massensterben seltener Fische: Fracking-Substanzen verschmutzen See (2013) - Peak Oil reloaded: Der Hype ums Fracking bekommt Risse (2013) - Deutschland: Unternehmensbündnis gegen Fracking (2013) - Fracking setzt hormonstörende Chemie frei (2013) - Britische Regierung plant massives Fracking-Programm (2013) - Erdbebenangst an spanischer Mittelmeerküste (2013) - Fracking als Albtraum für Millionen Hausbesitzer in den USA (2013)

Fracking: Strafprozess in den USA zu langfristigen Umweltschäden (2014) - Fracking-Boom in den USA flaut ab (2014) - EU schraubt Schiefergas-Erwartungen zurück (2014) - Cameron stösst mit Fracking-Plänen auf Widerstand (2014)

- Methanhydrat -Gas-Kraftwerke

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Vorteile: Durch die Verbrennung des Methanhydrats aus Permafrostböden und insbesondere aus dem Meer wird versucht die natürliche Freisetzung von Methan - eine Folge der vom Menschen verstärkten globalen Erwärmung - zu verringern. Es sei ja besser dieses gefährliche Treibhausgas zu verbrennen und dabei Co2 freizusetzen, als es von sich aus durch die Erwärmung in die Luft strömen zu lassen, was natürlich so weit stimmt.


Nachteile: Die Verbrennung von Methanhydrat setzt etwa gleich viel CO2 frei wie die Verbrennung von Erdgas. Beim Abbau des Methans kann dieses in die Umwelt gelangen und durch Hangrutsche in den Meeren können Tsunamis entstehen: Verbrennung von Methanhydrat


Kommentar: Da Methan(hydrat) ein (Erd)Gas ist kann es mit den unter Gas aufgeführten Kraftwerkstypen zur Energieerzeugung verbrannt werden. Es gibt geschätzte zwölf Billionen Tonnen Methanhydrat auf unserem Planeten. Nebst dem unter Wikipedia erwähnten Risiko scheint es auf den ersten Blick eine Symptombekämpfung zu sein, um das Entweichen des Gases durch die globale Aufwärmung (welche man nicht konsequent stoppen will) zu verhindern. Auf den zweiten Blick könnte jedoch eher die Profitgier der Hauptantriebspunkt sein für diesen Abbau der Methanhydratvorkommen. Spiel mit dem Feuer - Förderung von Methanhydrat aus den Weltmeeren. Das SUGAR-Projekt (Submarine Gashydrat-Lagerstätten: Erkundung, Abbau und Transport) wurde mitte 2008 gestartet.


- Torf-Kraftwerke (gibt es insb. in Finnland, aber auch in anderen Ländern)

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Vorteile: Es ist eine günstige Energiequelle zur Stromerzeugung und zum heizen.


Nachteile: Torf ist der Kohle sehr ähnlich und einer der unsaubersten Energieträger, da beim Abbau und der späteren Forst- und Landwirtschaft auf Moorgebieten und bei der Verbrennung in Kraftwerken riesige Mengen an Co2 freigesetzt werden. Torf hat einen sehr niedrigen Wirkungsgrad und hohen Brennstoffverbrauch. Durch den Abbau von Torf werden die Moore zerstört, welche natürliche CO2-Speicher sind und gleichzeitig wird CO2 bei der Verbrennung freigesetzt.


Kommentar: Das Bild zeigt ein Torfkraftwerk aus Deutschland im Jahre 1964, welches mittlerweile abgerissen wurde. In der Schweiz werden trotz Verbot zum Abbau von Torf hohe Mengen importiert, was offensichtlich ein Widerspruch ist. Es sollten alle Moore weltweit unter Naturschutz gestellt werden, so würde sich das Problem von alleine lösen.



2.) Weitere Kraftwerke oder Energieträger, welche die Umwelt und Luft belasten

- Kehricht-/Abfall-/Müllverbrennungsanlagen (Müllheizwerk, Müllkraftwerk, Müllheizkraftwerk)

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Was bedeutet Nutzungsgrad?

Vorteile: Einige Rückstände können wiederverwertet werden. Müllheizkraftwerke können nebst Strom auch viel Fernwärme produzieren.


Nachteile: Kehrichtverbrennungsanlagen haben trotz neuster Technik wie Rauchgasreinigung einen hohen CO2-Austoss, weil Kohlendioxid angeblich nicht herausgefiltert werden kann. Zudem gibt es Lachgas-Emissionen (310x stärkeres Treibhausgas als CO2).


Kommentar: Die Kraftwerksleistung ist je nach Grösse unterschiedlich. Gegen den hohen CO2-Austoss dieses Kraftwerktyps lässt so schnell nichts ändern, ausser mit verbessertem Recycling und in anderen kleinen Schritten wie z.B. der Abfallvermeidung oder Abfallreduzierung - insbesondere mittels Verpackungsreduzierung und ökologischen Verpackungsmaterialien oder durch weniger Gebrauch von Plastik. Dabei scheint es bei der biologischen Abbaubarkeit von ökologischen Verpackungsmaterialien zur Zeit noch Probleme zu geben, da bei der Verarbeitung durch Mikroorganismen angeblich Methan freigesetzt wird. Also müsste dafür noch eine Lösung gefunden werden. Bei Lebensmitteln mehr Glas einsetzen wäre sicherlich auch nicht schlecht. Alternativen zur Müllverbrennung. Bestimmt können auch diese Kraftwerke noch hinsichtlich der Umweltverträglichkeit verbessert werden.

Wie funktioniert eine Müllverbrennungsanlage?:


- Heizkraftwerke

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Blockheizkraftwerke

Kraftwerks-Varianten

Vorteile: Durch die Zentralisierung der Wärmeproduktion können "schlechte" Heizanlagen (Öl, Gas, Kohle, Holz) in Wohnhäusern abgebaut werden und diese per Fernwärme mit Wärme versorgt werden. Ein Heizkraftwerk braucht insgesamt weniger fossile Brennstoffe als dezentrale in den Häusern installierte Heizungsanlagen. Auch für Nahwärme und Prozesswärme können Heizkraftwerke eingesetzt werden. Es gäbe die Möglichkeit, Gewächshäusern CO2 zu liefern, welche diese zur Zeit zwecks Verbesserung der Photosynthese durch Verbrennung von Gas selbst produzieren - wobei es zusätzlich die Möglichkeit der Gründüngung gibt.


Nachteile: Das Problem der Treibhausgas-Emissionen wird verlagert aber nicht behoben, da in einem Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung genau die gleichen fossilen Brennstoffe verfeuert werden wie in den Haushalten - im Idealfall wenigstens nur noch Gas und kein Öl mehr. Der Wirkungsgrad der Stromerzeugung sinkt durch die Kraft-Wärme-Kopplungs-Technik, welche Dampf für Heizzwecke auskoppelt. Als Brennstoffe werden heutzutage noch ausnahmslos umweltschädliche Stoffe verwendet, obwohl offenbar auch saubere Technik zum heizen eingesetzt werden könnte. Dadurch, dass hauptsächlich fossile Brennstoffe verbrannt werden, haben diese Kraftwerke einen relativ hohen CO2-Austoss. Ausserdem gibt es Lachgas-Emissionen (310x stärkeres Treibhausgas als CO2).


Kommentar: Für das heizen von Gebäuden bieten sich zur Zeit als Alternative in Europa eigentlich nur Photovoltaik-Anlagen, welche auf die Dächer montiert werden können oder Wärme aus dem Boden (Geothermie) an. Elektroheizungen wären nur eine Alternative, wenn sauberer Strom ausreichend verfügbar wäre. Auch Zigaretten werden gelegentlich in Heizkraftwerken verfeuert.

Wie funktioniert ein Heizkraftwerk?:



3.) Weitere Kraftwerke, welche die Umwelt und Menschen belasten, nicht nachhaltig und unsicher sein können

- Atomkraftwerke

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Wie funktioniert ein Atomkraftwerk?

Flüssigsalzreaktor (Thorium)

Kernfusionsreaktor

Dampfkraftwerke

Bindungsenergie


Mit Sicherheit Pro Kernkraft

Atomausstieg selber machen

ContrAtom - Informationsnetzwerk gegen Atomenergie

Fokus Anti Atom

Atomkraft? Nein Danke!

Vorteile: Es ist auf eine Art eine saubere Energie und einigermassen gut für das Klima, wenn man die Produktion ausser acht lässt. Die Transportkosten für das Uran sind um einiges tiefer als bei Kohle oder Öl. Einige wenige Menschen, welche die Kraftwerke besitzen können viel Profit mit diesen Kraftwerken machen, aber ist das wirklich ein Vorteil für das Allgemeinwohl? Es ermöglicht die Schaffung von vielen Arbeitsplätzen - bis zu 2000 (direkte und indirekte) pro Kraftwerk. Die Leistungen sind genüber den fossilen Umweltsünderkraftwerken, nochmals um einiges höher - je nachdem wie viele Reaktorblöcke eingesetzt werden.


Nachteile: Bei der Atomenergie ist der Ausstoss von Treibhausgasen kein wirkliches Problem, sondern die gesundheitlichen Risiken für die Menschen und anderen Lebewesen in der Umgebung und bei einem Unfall für alle Menschen, sowie die Entsorgung, bzw. Endlagerung der Atommüllfässer. Das abgebaute Uran kann nicht direkt genutzt werden und muss zuerst angereichert werden. Beim Abbau von Uran können Minenarbeiter krank werden und dabei ums Leben kommen. Die Umgebung wird nachhaltig verseucht, zudem werden Unmengen von Wasser zur Ausspülung von Laugungsfluid verbraucht, was zugleich zu Trinkwasserknappheit führen kann. Daneben kommt es bei der Produktion zu einigen Schadstoffemissionen. Uran ist endlich, d.h. irgendwann wird es kein Uran mehr geben, wo bliebe dann noch der Sinn für die Milliarden Investitionen in Neubauten und Modernisierungen von Atomkraftwerken. Die Kosten für ein neues Kraftwerk sind nebst neuen Steinkohlekraftwerken so hoch wie bei keinem anderem Kraftwerkstyp. Wie andere Kraftwerke benötigt auch dieser Kraftwerkstyp enorme Mengen an Wasser zur Kühlung. Die Arbeitsplätze im Kraftwerk sind gefährlich und können insbesondere für Kinder, welche in der näheren Umgebung leben sogar gesundheitsgefährdend sein, welche häufig an Leukämie erkranken. Es gab schon schlimme Unglücke, die beiden schlimmsten waren die Katastrophe von Chernobyl 1986 und diejenige von Fukushima im Jahre 2011. Durch solche Unglücke wurden viele Menschen in der näheren Umgebung verstrahlt und bekamen einige Jahre später meist Krebs. Nicht nur die nähere Umgebung wurde verstrahlt, sondern z.B. im Falle von Tschernobyl auch fast ganz Europa, wo man über längere Zeit nicht mehr gefahrlos Früchte, Gemüse, Fisch, Pflanzen, etc. zu sich nehmen konnte. Auch Erdbeben in unmittelbarer Nähe können wie auch Anschläge auf solche Kraftwerke katastrophale folgen haben und durch Winde sogar weltweit. Es gibt hohe Wasserdampfemissionen (Treibhausgas). Mit Flusswasser gekühlte Kraftwerke leisten aufgrund der hohen Wassertemperatur im Sommer weniger. Quallen können sich in den Meerwasserschleusen des Kühlwassersystems verfangen. Es gibt keine nachhaltigen Lösungen für Atommüll und die Endlager. Mit den Abfällen aus den Atomkraftwerken kann sich das Militär Uran-Munition oder Kernwaffen anfertigen - Australien will hochradioaktiven Atommüll in die USA verschiffen (Atomkraftwerke gibt es in Australien zur Stromerzeugung nicht?). Liste von Störungsfällen in europäischen Kernkraftanlagen. Liste über Unfälle in kerntechnischen Anlagen.


Kommentar: Ganz traurig finde ich, nebst der legalen Entsorgung von Atommüll in Gewässer, dass Saudi-Arabien nachdem sie jahrzehnte lang weltweit die Umwelt mit ihrem Öl beschädigt haben nun auch noch 16! neue Atomkraftwerke bauen will, anstatt die vielen Milliarden in die Forschung und in den Aufbau der Energieversorgung mit Wind-, Wasser-, und insbesondere der Sonnenenergie zu investieren, welche zusammen mit Entsalzungsanlagen die wachsende Bevölkerung problemlos mit Energie, Trinkwasser und somit auch Nahrung versorgen könnte. Weil die Menschen kurzfristig nicht vernünftig werden und nicht aufhören werden Fleisch und Milchprodukte zu konsumieren (dies braucht wohl noch viel Zeit - wie auch ernsthaft Strom zu sparen), könnten mit Hilfe der sauberen, erneuerbaren Energieträger die Nachteile der Atomenergie, also z.B. die sinnlosen Verluste von Menschenleben (nebst sinnlosen Kriegen um Öl-Vorkommen) drastisch reduziert werden. Liste der Atomkraftwerke weltweit. Wie bereits bei den Kraftwerkstypen oberhalb überwiegen die Nachteile gegenüber den Vorteilen massiv. Wie z.B. bestimmte Kohlekraftwerke und Solarkraftwerke (Solarturmkraftwerke) funktionieren Kernkraftwerke eigentlich nach dem gleichen Schema der Stromerzeugung, nämlich mittels erhitztem Wasser, welches danach mit Wasserdampf eine Turbine antreibt - der grosse Unterschied besteht zur Zeit - für mich nicht wirklich nachvollziehbar - im Leistungsvermögen, welches massive Unterschiede zeigt. Leistungsvermögen ist ja wohl das wichtigste bei einem Kraftwerk. Frankreich produziert praktisch die gesamte Energie mit Atomstrom, obwohl sie im Süden Sonne, Wind und andere erneuerbare Energien einsetzen könnten, dies komme die Franzosen aber teuer zu stehen (der Artikel geht nicht auf sämtliche Nachteile ein, welche oberhalb aufgelistet sind - wie eigentlich keine einzige Debatte über Kernkraftwerke, welche ich bisher mitverfolgt habe. Dabei gäbe es nebst einem Reaktorunfall eben noch weitere Gründe um auf Atomstrom zu verzichten, auch wenn in Anbetracht der globalen Erwärmung eigentlich zuerst bei den Kohlekraftwerken und dem Verkehr angesetzt werden müsste). Frankreich ist ja auch das Land, welches die neuste Generation von Atomkraftwerken entwickelte - diese haben zwar das grösste Leistungsvermögen von fossilen Kraftwerken, sind jedoch sehr teuer. Der Atomstrom ist teuer (2009). Die Atomloby macht Dampf (2010).

Kosten in Finnland für neues Atomkraftwerk steigern sich ins unermessliche (2011). Atomstrom ersetzen statt Naturschutz verletzen (2011). Deutschland will Kernkraftwerke in der Schweiz abschalten lassen (2011). Schweiz: Aus sieben Dörfern um das Kernkraftwerk Mühleberg berichten Betroffene! (2011). Japanischer Reaktor nach Leck abgeschaltet (2011). China will 100 weitere Atomkraftwerke bauen? (2011). US-Regierung setzt auf Atomenergie (2011).

USA: US-Behörde erlaubt Bau der ersten Atomreaktoren seit 1978 (2012). Saudi-Arabien will 16 Atomkraftwerke bauen (2012). Frankreich will die Laufzeiten ihrer Atomkraftwerke über die bisher geltenden 40 Jahre hinaus verlängern (2012). Japaner demonstrieren gegen Atomkraft (2012). Schweizer Atomkraftwerk Beznau rückt nach: Der 45 Jahre alte Atomreaktor Oldbury im Westen Englands geht vom Netz (2012). Altersschwache Reaktoren (2012). Schweiz: Stadt Zürich steigt erst 2034 aus der Atomenergie aus (2012). Bulgariens AKW-Baustelle Belene wird nach gut 30 Jahren wegen eine Kostenexplosion aufgegeben (2012). Atomstrom viel zu teuer (2012). Ab Mai wird kein AKW in Japan mehr am Netz sein (2012). Grossbritannien: Regierung will AKW-Bau subventionieren (2012). Schweiz: neue Strategie nach Katastrophe von Fukushima: Diskutieren und auf Zeit spielen (2012). Schweiz:  Teure Atom-Propaganda des Nuklearforums (2012). Japan atomfrei (2012). Das höchste Risiko für eine radioaktive Kontamination nach einem GAU besteht in Westeuropa (2012). Licht aus in Frankreich wegen AKW Problemen mit dem Kühlwasser (2012). Schweiz: Ältestes Kraftwerk - AKW Beznau wird massiv nachgerüstet (2012). Atomenergie ist ein Auslaufmodell? (2012). Schweiz: Verwirrter donnert ins AKW Leibstadt - Glasfassade kaputt (2012). Schweizer Atomkraftwerke: Alles wird gut! (2012). Sicherheitsprobleme im belgischen Atomkraftwerk Doel führen zu Untersuchungen und Forderungen nach Abschaltung baugleicher Meiler, weltweit gibt es 22 davon (2012). Störanfälliges Kernkraftwerk Fessenheim (Frankreich) soll Ende 2016 stillgelegt werden (2012). Schweiz: Ausgerechnet Atom-Sicherheit ohne Second Opinion? (2012). Atomenergie-Business ist zu eng verbandelt (2012). Hitachi will in Grossbritannien AKWs bauen (2012). Für Bau "eines Atomkraftwerks" in der Türkei schiesst Russland 22 Milliarden Dollar vor? (2012). Frankreich: Kostenexplosion beim EPR-Reaktor in Flamanville (2012).

Indien bestellt 20 russische Atomkraftwerke (2012):

Zur Zeit werden mindestens 40 Jahre für Entwicklung und Bau eines Tiefenlagers veranschlagt? (2013). China baut wieder an seinem Prestige-AKW (2013). China macht den Weg frei für den (alten) Thorium-Reaktor (2013). Japan will Saudi-Arabien beim Bau von Atomkraftwerken helfen (2013). Schweiz: Zu wenig Geld für AKW-Rückbau? (2013). Atommüll-Fässer im Ärmelkanal entdeckt (2013). Schweiz: AKW Leibstadt kämpft weiterhin gegen Bakterien im Kühlwasser - Legionellen im Kühlwasser - Quelle? (2013). Atomtransporte: Volles Risiko (2013). Schweiz darf am gesamten EU-Forschungsprogramm 2014 - 2020 nur teilnehmen, wenn sie auch bei der Euratom mitmacht (2013). Schweiz: Atomausstieg kommt laut SES-Studie günstiger als der Status Quo (2013). Schweizer AKW produzieren 2012 fast 5 Prozent weniger Energie (2013). "Tour de Fessenheim": Atomkraft-Gegner protestieren gegen das an der deutsch-französischen Grenze gelegene AKW (2013). Japan erhält ersten MOX-Transport seit Fukushima-Unglück (2013). Schweiz: Cäsium im Bielersee gefunden - Ursache unbekannt? (2013). Abgereichertes Uran in Passagiermaschienen? (2013). Kooperation mit China: Grossbritannien baut erstes Atomkraftwerk seit Jahrzehnten (2013). Atomstrom teurer als Solarstrom (2013). AKW in England: Tagesschau verpasst das Wichtigste (2013). Schweiz: 2019 gehen beim AKW Mühleberg die Lichter aus (2013). US-Klimaforscher plädieren für Atomkraft (2013). Russland will bis 2030 21 neue Kernkraftwerke bauen - BN-Reaktor (2013). Schweiz: Massive Marktverzerrung - Jährlich 7,5 Milliarden Subventionen für Atomstrom (2013). Japanische Regierung hält im Entwurf eines Energieplans an zentraler Bedeutung von Atomenergie fest (2013).

Axpo verzichtet auf Uran aus Majak (2014).



4.) Kraftwerke und Energieträger aus erneuerbaren Energien (nachhaltig, schädlich für die Luft und die Umwelt)

- Holzblockheizkraftwerke - Blockheizkraftwerke

Holzgas_Blockheizkraftwerk

Wie funktioniert ein Holzblockheizkraftwerk?

Vorteile: Holz ist nachwachsender Rohstoff. Mit einem Holzblockheizkraftwerk kann Energie und Wärme produziert werden.


Nachteile: Bäume sind Lebewesen und speichern zudem CO2-Emissionen. Durch die Abholzung für Heizungszwecke sinkt so die Speichermenge für CO2, da junge Bäume nicht so viel CO2-Emissionen aufnehmen können wie ältere, ist der Schaden durch Abholzungen auch aus diesem Blickwinkel kurzfristig nicht zu beheben. Holzblockheizkraftwerke sind eigentlich sehr ineffizient, weil sie ein sehr geringes Leistungsvermögen besitzen.


Kommentar: Pappeln wachsen am schnellsten (sind aber auch atmende Lebewesen und darum sollte man möglichst gar kein Holz von lebenden Bäumen für irgend etwas verwenden) und wären für solche Holzblockheizkraftwerke am idealsten. Bäume produzieren als „Abfallstoff“ bei der Photosynthese Sauerstoff. Ein Teil wird davon nachts bei der Atmung wieder verbraucht. Die Sauerstoffproduktion und der Verbrauch von Kohlendioxid (CO2) eines Baumes ist von sehr vielen Faktoren abhängig: Alter, Klima, Länge der Vegetationszeit, etc. Die Verbrennung in Hackschnitzel- oder Pelletöfen wird interessanterweise nicht als CO2-frei, sondern als CO2-neutral eingestuft, vom "sauberen" Holz kann man aber auch bei ihnen bei weitem nicht sprechen. Der hohe Anteil an elektrischer Hilfsenergie zur Zündung über Heissluftgebläse und Transport des Brenngutes wirft automatische Holzfeuerungsanlagen obendrein weit hinter andere Heizsysteme zurück. "Ein Lagerfeuer in einem Blechkisterl", wie es ein Wiener Professor bezeichnet. In Blockheizkraftwerken werden auch noch diverse andere Kraftstoffe verfeuert.



5.) Kraftwerke und Energieträger aus erneuerbaren Energien (Bioenergie - Vor- und Nachteile) (relativ nachhaltig, nicht wirklich sauber, gefährlich)

- Biomassekraftwerke

Biomassekraftwerk

Wie funktioniert ein Biomassekraftwerk?

Vorteile: Biomasse kann sowohl zur Stromgewinnung wie auch zum heizen verwendet werden. Die Wärmeproduktion kann für Nah- und Fernwärme eingesetzt werden. Biomasse ist angeblich CO2-Neutral, wenn im Falle von Pflanzen als Brennstoff, Pflanzenarten genutzt werden, welche sehr rasch nachwachsen und dabei während ihrem Wachstum genau gleich viel CO2 absorbiert haben wie sie beim verfeuern wieder CO2 verursachen (Ich kann mir jedoch nicht wirklich vorstellen, dass Bäume oder Pflanzen so schnell nachwachsen können wie diese verfeuert werden können).


Nachteile: Es werden nebst extra dafür angepflanzten Bäumen auch viele andere "Dinge" in einem solchen "Biomasse"-Kraftwerk verfeuert, welche ganz bestimmt nicht CO2-Neutral sind. Beim Holz gibt es eigentlich dieselben Nachteile wie oben bei dem Holzblockheizkraftwerk. Bei der Verbrennung von Altholz werden Schadstoffe mit verbrannt (z.B. Imprägnierungen). Es gibt Lachgas-Emissionen (310x stärkeres Treibhausgas als CO2).


Kommentar: Ich bin dagegen, dass man "lebende" Pflanzen verfeuert und nicht nur wie einst vorgesehen? Klärschlamm und andere Abfälle. Neuerdings will man auch einjährige Energiepflanzen (Lebensmittel wie z.B. Gerste, Hafer, Raps und im grossen Stil Mais) extra nur zum Zweck der Verfeuerung in solchen Kraftwerken anbauen. Dies macht für mich wenig bis gar keinen Sinn. Das gleiche gilt für mich eigentlich auch für Biogas wenn dafür extra Nutzpflanzen angebaut werden. Irgendwie scheinen sich die Biogas-Herstellung und die Biomassekraftwerke auch zu konkurrenzieren. Die Technik beruht wiederum auf Dampf, welche eine Turbine antreibt. In Deutschland werden solche Anlagen subventioniert. Der Anbau von Energiepflanzen könnte das Ende der Bienen und auch der Menschen bedeuten. Eine gute Lösung für Biomassekraftwerke wäre, wenn diese Hanf und dann nur noch Hanf für die Stromgewinnung verwenden würden. Hanf hat viele Vorteile und dies wäre dann wirklich CO2-Neutral, andererseits ist Hanf eine Nutzpflanze und Energie kann viel effizienter und naturfreundlicher gewonnen werden. Liberias Holz für Vattenfall?


- Biogasanlagen - Biogas - Kompogas - Biokraftstoff

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so funktionieren Biogasanlagen [1] [2]

Eine Biogasanlage dient der Erzeugung von Biogas durch Vergärung von Biomasse. In landwirtschaftlichen Biogasanlagen werden meist tierische Exkremente (Gülle, Festmist) und Energiepflanzen als Substrat eingesetzt. In nicht-landwirtschaftlichen Anlagen wird Material aus der Biotonne verwendet. Als Nebenprodukt wird ein als Gärrest bezeichneter Dünger produziert. Bei den meisten Biogasanlagen wird das entstandene Gas vor Ort in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.

Vorteile: Nutzung von Biokraftstoffen kann die Abhängigkeit von fossilen Energierohstoffimporten reduzieren. Biogas kann zur Produktion von Strom, Wärme und als gereinigtes Biomethan/Bioerdgas als Treibstoff für umgerüstete Kraftfahrzeuge verwendet werden. Aufbereitetes Biogas kann als Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist und als Erdgasersatz verwendet werden (Minimierung der Treibhausgas-Emissionen). Wertschöpfungserhöhung/Einkommensalternative für den landwirtschaftlichen Raum. Einsparung von Kunstdünger durch ackerbauliche Gärrestnutzung. Vergärung von Gülle verhindert die sonst bei der Lagerung entstehenden Methan- und Geruchsemissionen (Minimierung THG-Emissionen).


Nachteile: Deutlicher Anstieg der Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen, hoher Kostenfaktor für die Bauern, mittelbare Folge: Anstieg der Lebensmittelpreise. In der Biogasanlage entstehende Gase können bei unsachgemässem Umgang zur Explosion, Erstickung oder Vergiftung führen. Proteinreiche Substrate können zu relativ hohen Anteilen des hochgiftigen Schwefelwasserstoff im Biogas führen. Bei der Erzeugung und Nutzung von Biomasse können Emissionen starker Treibhausgase (Lachgas, Methan) entstehen, die zu einer negativen Klimabilanz führen können. Bioenergien stehen wegen ihres Flächenbedarfs beim Anbau nachwachsender Rohstoffe in der Kritik, da an manchen Orten eine Flächenkonkurrenz zur Nahrungs- bzw. Futtermittelerzeugung entstehen kann. So wird die verstärkte Nachfrage nach Mais zur Gewinnung von Ethanol-Kraftstoff als eine der möglichen Ursachen für die Nahrungsmittelpreiskrise 2007-2008 diskutiert. siehe Wikipediartikel Nahrungsmittelkonkurrenz. Findet der Anbau der Bioenergie in intensiver Landwirtschaft statt, führt dies zu Umweltbelastungen. In der Regel werden Pestizide und mineralische Dünger eingesetzt, die zu Gewässer- und Grundwasserbelastung führen können und deren Herstellung zudem sehr energieintensiv ist. Stickstoffdünger können zu erhöhten Emissionen des Klimagases Lachgas führen. Deshalb ist die Klimabilanz unter Wissenschaftlern umstritten. So trifft nach Darlegungen namhafter Wissenschaftler die angeblich positive Klimabilanz nicht zu. Die Umwandlung ökologisch wertvoller Flächen wie Regenwald, Moore oder Grünland in Ackerland führt ebenfalls zu einer Gefährdung und Verringerung der Biodiversität. Zudem können diese Flächen in ihrem ursprünglichen Zustand grosse Mengen CO2 gespeichert haben, welches bei der Umwandlung in Ackerland (Brandrodung, Trockenlegung) freigesetzt wird. Die Nachhaltigkeitsverordnung soll erreichen, dass die für Biokraftstoffe verwendete Biomasse nicht aus Raubbau von Regenwäldern stammt. Ferner werden bei der Umwandlung von Brachland in Ackerland erhebliche Mengen klimaschädlicher Gase (Methan, Stickoxid) freigesetzt, so dass hierdurch über viele Jahre die Klimabilanz negativ ist. Ein Teil der Biomasse muss auf landwirtschaftlichen Flächen verbleiben, um die Bodenqualität zu erhalten. Durch die vollständige Nutzung der Pflanzen verschlechtert sich die Humusbilanz. Bei forstlicher Biomasse führt eine intensive Nutzung zu Nährstoffentzug aus dem Wald. Zudem bietet Totholz einen Lebensraum für viele verschiedene Arten.


Kommentar: Methangasanlage in China erzeugt in etwa 5,66 Megawatt (2010) - siehe auch MassentierhaltungWeltgetreideverbrauch nur ca. 47 % für "direkte" Nahrung (2010) -  "Biosprit E10" leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz (2011) - Grosse Biogasanlagen und immer mehr Mais-Monokulturen, mit schwerwiegenden ökologischen Auswirkungen (2011) - Energiepflanzen sind unterschiedlich klimafreundlich (2011)

Biogas verdrängt Biolandbau (2012) - Schweiz: Grossbrand in Altdorfs Biogasanlage - Ursache? (2012) - Mehr Mais für Motoren als für Menschen (2012) - USA: Kritik an Agrarsprit wächst (2012) - Lebensmittelpreis: Politiker fordert Verkaufsstopp von Biosprit E10 - Teller statt Tank - Ende der Biospritbeimischung gefordert (2012) - Die meisten Biotreibstoffe verlagern nur die Umweltbelastungen (2012) - Erst top, dann Flop. So liesse sich die bisherige Geschichte der Biotreibstoffe zusammenfassen (2012) - Wissenschaftler gegen Ausbau der Bioenergie (2012) - Jetzt doch mehr Teller statt Tank (2012) - Biodiesel aus Algen - Vor- und Nachteile von Algenkraftstoff (2012)

Erfolgreicher Versuch: Zuckerrüben für die Biogasproduktion (2013) - Deutschland: Länder wollen Biomethanhandel stärken (2013) - Silomais liefert die höchsten Methanerträge (2013) - Genmanipulierte Bakterien erzeugen erstmals chemisch identische Kopien eines Erdöl-Kraftstoffs (2013) - Statt Essen soll Stroh in den Tank (2013) - Mörderischer Sprit: Subvention von Biokraftstoffen in der EU (2013)

Deutschland: Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe rückläufig (2014) - Biogasbranche will mehr Systemverantwortung übernehmen (2014) - Die janusköpfige Bioenergie (2014)



6.) Kraftwerke und Energieträger aus erneuerbaren Energien (nur bedingt nachhaltig, sauber)

- Geothermie - Geothermiekraftwerke

geothermiekraftwerk island

Wie funktioniert ein Geothermiekraftwerk?

Wie entsteht Erdwärme?

Wärmespeicher

Fragen und Antworten zu Geothermie

Erdwärme-Zeitung

Beiträge über Geothermie

Vorteile: Erdwärme ist weltweit überall verfügbar - wird es auch immer bleiben und hat noch ein grosses Potential. Es werden weder die Umwelt belastet, noch die Atmosphäre (praktisch kein CO2-Ausstoss). Die elektrische Leistung variiert zwischen einzelnen Kraftwerken sehr stark von 1MW bis 214MW Nettoleistung in Island (da dort nicht so tief gebohrt werden muss, um an hohe Temperaturen der Erde zu gelangen). Es ist eine vom Klima und Tageslicht unabhängige Energiequelle. Erdwärme kann durch Kraft-Wärme-Kopplung in einem Dampfkraftwerk auch gleichzeitig für Fern-, Nah- und Prozesswärme sowie zur Kühlung genutzt werden. Die Hauptanwendungsmöglichkeit in nicht vulkanischen Gebieten liegt wohl insbesondere in der Nutzung von Geothermie zusammen mit einer Wärmepumpe als saubere und nachhaltige Erdwärmeheizung, welche Gebäudeheizungen die mit fossilen Brennstoffen arbeiten vor allem bei Neubauten ersetzen können. Die Wärme kann (auch kombiniert mit Solarthermie) für den Winter in einen unterirdischen Wärmespeicher eingespiesen werden.


Nachteile: Es kann wie beim Bergbau, durch unterirdische Wasserentnahme, Öl-/Erdgasförderung, auch bei der Geothermie durch unterirdische Flüssigkeitsinjektionen - also dem Bau eines künstlichen unterirdischen Wasserreservoirs zu von Menschen verursachten Erdbeben kommen. Ebenso können Rohre von Geothermiekraftwerken durch Erdbeben bedroht werden - eigentlich wie überall, wo Rohre im Boden verlegt sind. Die Korrosionswirkung aggressiver Lösungen ist auch für den Betrieb ein Problem. Manche unterirdische Wasserreservoirs enthalten auch gelöste oder freie Gase, die nicht immer harmlos sind. Gerade Schwefelwasserstoff (in vulkanischen Gebieten), der sich in Wasser löst, lässt sich nur schwer abtrennen, da er erst bei der Verdampfung des Wassers bei der Abkühlung frei wird. In nicht vulkanischen Gebieten muss für eine wirtschaftliche Nutzung z.T. sehr tief gebohrt werden, was die Produktionskosten stark verteuert. Die Wasserdampf-Emissionen (es gibt auch Kraftwerke, die kein Wasser verdampfen) tragen wie die leichten CO2 Emissionen bei einer allfälligen Entgasung ein wenig zum Treibhauseffekt bei. Durch kostenintensive Vorarbeiten wird zum Teil die Wirtschaftlichkeit eines Geothermiekraftwerks in Frage gestellt. Bei erdnaher Bodenwärme müssen Wärmepumpen eingesetzt werden, welche Strom benötigen. Je nach Standort und Kraftwerkstyp kann das Wärmereservoir kurzfristig erschöpft sein, wenn nicht aktiv Wärme nachgeführt wird. Generell kühlen sich die Wärmereservoirs (Thermalwasser) von Geothermiekraftwerken nach ca. 30 Jahren langsam ab. Nebst den bereits erwähnten, gibt es noch einige weitere Risiken.


Kommentar: Weil weltweit immer noch und mehr Ölfelder angezapft werden und so Bohrgeräte knapp werden, verteuern sich die Bohrungen (2008). Durch mehrere "relativ" kleine und auch grössere Erdbeben (bis zu 3,4 Magnitude) im besonders erdbebengefährdeten Gebiet in Basel, wurde 2009 ein Geothermie-Projekt eingestellt - dabei entstanden Schäden in Millionenhöhe. Es wird jedoch auch spekuliert, dass Ende 2006 gerade dieses Geothermie-Projekt in Basel ein noch schlimmeres natürliches Erdbeben verhindert haben könnte. Island ist eines der wenigen Länder (oder zur Zeit das einzige?) welches seine Stromerzeugung einzig mit regenerativen Energieträgern erzeugen kann (73% Wasserkraft und 27% Geothermiekraftwerke). Luzern hofft auf Geothermie (2011) - Tiefe Geothermie in der Krise (2012) - Mythos: Geothermie verursacht Erdbeben (2012) - St. Galler Geothermie-Bohrungen gestoppt (2013) - Steinegg AI: Mehrfamilienhaus in Steinegg wegen Gasgeruch evakuiert (2013) - Karibik: Sauberer Strom vom Vulkan (2014).


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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 26. November 2015 15:54

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